Corona versus Kultur: Nachhaltige Lehren aus der Krise ziehen - Studie bringt Klarheit

Corona hat alles verändert und Corona hat vieles sichtbar gemacht. Dass die Seuche innerhalb von wenigen Tagen die ökonomischen Bedingungen der Künstlerinnen, Künstler und der kleinen kulturwirtschaftlichen Unternehmen zum Zusammenstürzen bringen konnte, zeigt, wie dünn das Eis der ökonomischen Absicherung der Frauen und Männer, die im Kulturmarkt arbeiten, ist.

Gestern konnte der Mitautor der Studie und Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, erste Vorabexemplare der Studie bei dem Fachgespräch "Folgen der Coronavirus-Pandemie und Wege aus der Krise" des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages den kulturpolitischen Sprecher der im Bundestag vertretenen Fraktionen, sowie der Vorsitzenden des Ausschusses, Katrin Budde, MdB, überreichen.

Die neue Studie „Frauen und Männer im Kulturmarkt – Bericht zur wirtschaftlichen und sozialen Lage“ erscheint genau zum richtigen Zeitpunkt: Auf 507 Seiten schaffen Gabriele Schulz und Olaf Zimmermann mehr Klarheit zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in den Kulturberufen und bewerten die Lage unter dem Eindruck der Corona-Krise.

Nach den Studien „Arbeitsmarkt Kultur“ (2013) und „Frauen in Kultur und Medien“ (2016) legen die Autoren Schulz und Zimmermann mit der neuen Studie nun die dritte umfängliche Untersuchung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Kulturberufen vor.  

Die neue Studie weitet den Blick auf den gesamten Bereich der Kulturberufe: z. B. auf die Angestellten in Buchhandel, Verlags- und Medienwirtschaft, Medien-, Informations- und Dokumentationsdienste, Redaktion und Journalismus, Öffentlichkeitsarbeit, Produkt- und Industriedesign, Technische Mediengestaltung, Innenarchitektur, Kunsthandwerk – Bildende Kunst, Kunsthandwerkliche Glas- und Keramikgestaltung, Kunsthandwerkliche Metallgestaltung, Musikinstrumentenbau, Theater-, Film- und Fernsehproduktion, Veranstaltungs-, Kamera- und Tontechnik, Bühnen- und Kostümbildnerei, Musik-, Gesangs- und Dirigententätigkeit, Schauspiel-, Tanz- und Bewegungskunst, Moderation und Unterhaltung, Ausstellen und Präsentieren in Museen, Lehren außerhalb der Schule. Außerdem werden die Selbständigen in den Bereichen Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Markt für darstellende Kunst, Designwirtschaft, Architekturmarkt, Pressemarkt, Werbemarkt und Software-/Games-Industrie unter die Lupe genommen. Zudem werden die in der Künstlersozialkasse Versicherten in den Berufsgruppen Wort, Bildende Kunst, Musik und Darstellende Kunst in der Studie berücksichtigt.  

In der Studie wird sich u.a. mit den folgenden Fragen auseinandergesetzt:

  • Wie viele Künstlerinnen und Künstler gibt es eigentlich?
  • In welchen Berufen arbeiten die selbständigen Künstlerinnen und Künstler?
  • Wie viele Frauen und wie viele Männer arbeiten selbständig künstlerisch?
  • Wo leben die selbständigen Künstlerinnen und Künstler?
  • Wie ist die Altersstruktur bei den selbständigen Künstlerinnen und Künstlern?
  • Wovon leben selbständige Künstlerinnen und Künstler?
  • Werden zu viele Künstlerinnen und Künstler ausgebildet?
  • Wer studiert denn eigentlich noch alles Kultur?
  • Wie viele Frauen und wie viele Männer studieren wo Kultur?
  • Was ist mit anderen Selbständigen im Kultur- und Mediensektor?
  • Wer arbeitet angestellt in Kultur- und Medienberufen?
  • Wie divers sind die Belegschaften?
  • Was verdienen die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten?
  • Wie sieht die Altersstruktur der Belegschaften aus?
  • Muss es immer ein Studium sein?
  • Welches sind die Top 7 der Dualen Ausbildungen für Kultur und Medien?
  • Wer absolviert eine Ausbildung?
  • Wie gehört alles zusammen?
  • Warum Vermittlung?
  • Was ist besser angestellt oder selbständig?

Hier geht es zur Einleitung der Studie als PDF und zu ihrem Inhaltsverzeichnis.

 

Autoren der Studie: Gabriele Schulz und Olaf Zimmermann.

Titel: Frauen und Männer im Kulturmarkt – Bericht zur wirtschaftlichen und sozialen Lage

  • 507 Seiten; Großformat; Juni 2020
  • ISBN 978-3-947308-20-0
  • 24,80 Euro (Subskriptionspreis bis 26. Juni 19,80 Euro)

Ab dem 27. Juni 2020 lieferbar über alle Buchhandlungen und hier beim Deutschen Kulturrat.

 

Quelle: Newsletter des Deutschen Kulturrates.

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