Die Blaue Zone in Hannover

Informationen zum Projekt und den Projektträgern

Was ist eine Blaue Zone?

Weltweit gibt es fünf blaue Zonen – das sind Gebiete in denen besonders viele Menschen sehr alt werden und dabei gesund und glücklich leben:

die Insel Okinawa, die Nicoya Halbinsel bei Costa Rica, die Ostküste Sardiniens,
die Insel Ikaria Griechenland und Loma Linda bei Los Angeles.

Wissenschaftler*innen haben die Gemeinsamkeiten dieser Gebiete erkundet, um die Bedingungen für langes und gutes Leben herauszufinden. Neben der Ernährung und Bewegung ist es auch wichtig, Tage mit Sinn zu verbringen, sich zu betätigen, Freundschaften zu pflegen und in einer guten Gemeinschaft zu leben.

Die Blaue Zone in Hannover

Diese Erkenntnis veranlasste die Projektträger SPOKUSA e.V. und Kulturzentrum Pavillon/ BI Raschplatz e.V. mit weiteren Partner*innen nachhaltige Angebote für Menschen ab 55 Jahren mit dem Titel „Die Blaue Zone“ zu entwickeln. Dabei werden die Erkundung des Alters und die neuen gesellschaftlichen Bedingungen zum Altsein als ein Abenteuer betrachtet. Noch nie zuvor gab es so viele Menschen, die einen so langen Ruhestand genießen können. Es geht um die Erforschung eines neuen Terrains, um Fragen nach Sinnhaftigkeit, nach Gesundheit, nach Spaß, Geld und Wohnen.

Ein Expert*innenteam, bestehend aus älteren Menschen und dem Platzprojekt aus Hannover waren ab dem Winter 2016 in die Programmentwicklung involviert. Schließlich fand im Sommer 2017 ein vierzehntägiges Kulturcamp am Kulturzentrum Pavillon statt, das mit über 350 Teilnehmer*innen überaus erfolgreich verlief und auch medial große Aufmerksamkeit erfuhr.

In der Folgezeit bildeten sich selbstorganisierte Gruppen, die sich bis heute treffen: eine Wohnprojektgruppe, eine Philosophiegruppe, eine Kochgruppe, das Blaue Atelier. Der Blaue Lesekreis ist gerade neu hinzugekommen. Zur Vernetzung wird regelmäßig das „Blaue Dinner“ angeboten.  Hier treffen sich die Leute, tauschen sich aus, verabreden sich für gemeinsame Unternehmungen und alle essen zusammen.

In 2018 fand ein weiteres, diesmal dreitägiges Camp auf dem Außengelände bei SPOKUSA e.V. statt. Es war bewusst kleiner gehalten und hatte den Charakter eines künstlerischen Arbeitstreffens, um weitere Aktivitäten zu generieren.

Aus diesem Camp entstand die Idee, Hannover zu verlassen und den Austausch mit Menschen aus dem Weserbergland zu suchen, um Erfahrungen von Stadt und Land vergleichen und voneinander lernen zu können. Das Sommercamp in Polle ist das Ergebnis. Mit der Kulturmühle in Buchhagen und der Sumpfblume in Hameln wurden verlässliche Partner*innen in der Region gefunden.

Projektpartner*innen

SPOKUSA e.V. ist ein Verein für Sport, Kultur und Soziale Arbeit. Der Bereich SPOKUSA.Interkultur arbeitet für und mit Migrantinnen und bietet ein breites Spektrum an Bildungsangeboten, Projekten und Aktivitäten für die diverse Nachbarschaft in der Nordstadt von Hannover.

Das Kulturzentrum Pavillon, BI Raschplatz e.V., macht Kultur und Politik mit ca. 1000 Veranstaltungen pro Jahr; der Pavillon ist eines größten Zentren bundesweit. Das Programm umfasst Konzerte, Theater, Kabarett und gesellschaftspolitische Veranstaltungen, Tagungen, Vorträge, Diskussionen und bis zu drei große Projekte im Jahr.

Das Projektteam, bestehend aus Dörte Redmann von SPOKUSA e.V. sowie Hanne Bangert und Susanne Müller-Jantsch vom Kulturzentrum Pavillon, arbeitet seit der ersten Idee 2015 kontinuierlich und begeistert zusammen.

www.die-blaue-zone.de

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