Keine Wahl ist keine Wahl

Im Januar 1919 durften Frauen zum ersten Mal in Deutschland wählen und gewählt werden. Viele Hoffnungen knüpften die Kämpferinnen der ersten Stunde an dieses errungene Recht, das 80% der Frauen wahrnahmen.

Was hat sich aber tatsächlich in den 100 Jahren nach Einführung des allgemeinen Wahlrechts verändert? Wofür streiten Frauen heute? Was bringt die Zukunft?

Diese Fragen erörtert im Theaterstück "Keine Wahl ist keine Wahl" die Journalistin, Judith Hensler mit den Frauen der ersten Stunde.

Sie trifft in einer langen überraschenden Nacht auf Marie Juchacz, Anita Augspurg, Clara Zetkin, Hertha Gotthelf, Elisabeth Selbert, Frieda Nadig, Wilhelmine Siefkes, Helene Lange, Hermine Heusler-Edenhuizen, Elisabeth Haseloff und weitere Kämpferinnen des letzten Jahrhunderts.

Für die Autorin, Christine Schmidt, geht es in diesem Theaterstück darum, einen Blick auf die Historie zu werfen, das Frauenbild Deutschlands im Wandel der letzten 100 Jahre zu beleuchten und die Absurdität der heutigen Sachlage zu betrachten. Der Begriff "Gleichberechtigung" ist nach wie vor politisch und gesellschaftlich sehr individuell interpretierbar. Deshalb kann das Theaterstück "Keine Wahl ist keine Wahl" auch Spuren von Satire enthalten…

Rund 100 Mitwirkende hat das Projekt. Die Theater-Darsteller*innen, Musiker*innen und Sänger*innen erarbeiten gemeinsam das Stück.

Schirmfrau dieses Schauspiels ist die Niedersächsische Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta, die bereits angekündigt hat, eine Vorstellung persönlich zu besuchen, was uns sehr freut.

Zum ersten Mal ist die LAK mit diesem Projekt eine Kooperation mit dem Fachbereich "Musik" der Universität Oldenburg eingegangen. Junge Lehramtsstudierende übernehmen die Leitung des musikalischen Anteils. Damit soll es gelingen, zukünftigen Lehrkräften die Region Ostfriesland vorzustellen. Ein Ziel des Regionalpädagogischen Zentrums RPZ der Ostfriesischen Landschaft zur Prävention wachsenden Lehrer*innenmangels. Deshalb wird das Ensemble das Theaterstück "Keine Wahl ist keine Wahl" neben Aufführungen in Pewsum, Leer, Emden, Aurich, Norden und Ihlow auch mit zwei Vorführungen an der Universität Oldenburg präsentieren.

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