NOTE.2: Kulturgespräch Stadthagen

Mi 23.10.2019, 19 Uhr, im Kulturzentrum, Obernstr. 29, Stadthagen
NOTE.2: KULTUR-GESPRÄCH STADTHAGEN (1) -
Museums-Kultur(en) in kleinen Städten (in Niedersachsen)


Stadthagen, 10.09.2019. NOTE.2, das Kulturnetzwerk Stadthagen, lädt zum 1. KULTURGESPRÄCH
STADTHAGEN ein. Am Mittwoch, 23. Oktober, 19 Uhr, beginnt die
Veranstaltung zum Thema „Museums-Kultur(en) in kleinen Städten“ im Kulturzentrum Alte
Polizei, Obernstraße 29. Referenten sind Hans Lochmann und Dr. Stefan Meyer. Weitere
Gespräche sind in Planung.


Mit NOTE.2, dem neuen Kultur-Netzwerk, melden sich Kulturorganisationen und
kulturaktive BürgerInnen in Stadthagen zu Wort. Mit den Beiträgen der neuen Reihe
KULTUR-GESPRÄCHE bringen sie neue Impulse in die Stadtöffentlichkeit, als Signal für
den Bedarf, auch in Stadthagen eine zukunftsfähige Kulturentwicklungs-Planung in Gang
zu setzen. Aus aktuellem Anlass wendet sich NOTE.2 mit den Informationen des ersten
Abend-Programms sowohl an interessierte BürgerInnen, als auch an EntscheiderInnen in
Rat, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur – in Stadthagen und umzu.


Die Referenten des 1. KULTUR-GESPRÄCHS werden über den Planungsbedarf von Museen
in kleineren Städten berichten und ein Beispiel aus dem Landkreis Schaumburg vorstellen.
Hans Lochmann hat als Geschäftsführer des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen
vor zwei Jahren die Datenerhebung und Dokumentation zur Situation kleiner Museen in
Niedersachsen abgeschlossen. Er berät dazu jetzt bereits die Verantwortlichen in mehreren
Städten über die Anforderungen und Chancen, die für den Museumsbetrieb heute und in
Zukunft bestehen. Dr. Stefan Meyer leitet die Eulenburg, das Universitäts- und Stadtmuseum
in Rinteln, das vor wenigen Jahren mit professioneller Kraft und Beratung eine neue
Konzeption entwickelt hat, die nun umgesetzt wird und bereits viel Anklang findet.
„Über Pläne für die Zukunft des Museums zur Amtspforte in unserer Stadt ist bisher so gut wie
nichts bekannt“, stellt Ina Colletti für das Koordinationsteam von NOTE.2 fest. „Der Vorschlag
der Kämmerei allerdings, für den kommenden Haushalt gravierende Einsparungen im Betrieb
des von der Stadt getragenen Museums vorzusehen, bietet für uns Anlass zur Sorge. Solche
Pläne würden die Streichung der hauptamtlichen Leitung für längere Zeit bedeuten – in einer
Phase der Museumsarbeit, in der eigentlich eine kluge Amtsübergabe auf Leitungsebene
erfolgen sollte“. Frau Slanina, die bisherige Leiterin des Museums (in Teilzeitstelle), geht
altersbedingt ab November in die nachberufliche Lebensphase. Soweit bekannt, wurde die
Leitungsstelle bislang nicht neu ausgeschrieben.


* Note.2 wurde im Oktober 2018 gegründet als Stimme der Kultur und Lobby für Kulturentwicklung in Stadthagen –
beteiligt sind 2019 etwa 20 Kultur-Organisationen und kulturaktive BürgerInnen – Mitwirkung erwünscht!
Zum Koordinationsteam gehören Ina Colletti, Sandra Völkening, Feliks Oldewage, Klaus Strempel
Feliks Oldewage, ebenfalls im NOTE.2-Koordinationsteam, erklärt dazu: „Für unsere Stadt
sind eine professionell geplante Weiterentwicklung der kulturellen Einrichtungen sowie die
Ermöglichung zukunftsfähiger Konzepte wesentlich. Ein Museum wie das Museum zur
Amtspforte wird als außerschulischer Lernort gebraucht, als Informationspunkt für Menschen
in der Stadt und dem Landkreis aber auch für Gäste, Touristen und Neuzuziehende, die wir
alle gerne in unserer Stadt begrüßen“.
Klaus Strempel, auch im NOTE.2-Koordinierungsteam beteiligt, ist kürzlich mit neuen
Anregungen vom Bundeskongress der Kulturpolitischen Gesellschaft - einer Kooperation mit
der Bundeszentrale für Politische Bildung und dem Deutschen Städtetag - zum Thema
„KULTUR.MACHT.HEIMAT“ nach Stadthagen zurückgekommen: „In den Themenforen in
Berlin wurden unter anderem Beiträge aus unterschiedlichen Orten für zeitgemäße Museums-
Planungen diskutiert. Dabei ging es auch um die Rolle, die kleine Museen in einer
gewandelten Stadtgesellschaft spielen können. Mit einer lebendigen Museumskultur, der
Evaluation der bisherigen Arbeit und des Bedarfs für die Zukunft, einer Orientierung an den
Lebenswelten der BewohnerInnen, klugen Kooperationen, Geschichtswerkstätten für junge
und ältere NutzerInnen, Aufforderungen zur Teilhabe, künstlerischen Leitprojekten und vielem
mehr werden vergleichbare Kultur-Einrichtungen zu Umschlagplätzen für Vorstellungen zur
Gestaltung eines besseren Lebens – und das alles will professionell konzipiert sein!“.
NOTE.2 legt Wert auf eine leistungsfähige kulturpolitische Debatte in Stadthagen, die viele
EntscheiderInnen und die aktive Bürgerschaft zusammenbringen kann: „Vielleicht können sich
auch die neuen MitarbeiterInnen in der Stadtverwaltung daran beteiligen, aktiv ein neues
Planungsdenken zu kultivieren“, wünscht sich NOTE.2 mit Blick auf Mei-Ing Ruprecht, die
neue Leiterin des Fachbereichs Planen und Bauen, und Christian Haaks, den neuer
Stadtplaner. Das Netzwerk ist überzeugt vom Dialog mit inhaltlichem Ansatz „Es hilft uns in
Stadthagen nicht weiter, technokratisch so zu tun, als sei der Kulturbetrieb ein Betrieb wie
jeder andere auch“. Es geht NOTE.2 um eine neue qualitative Diskussion, zu der viele
Anregungen vorliegen. So hat die Universität Oldenburg von 2010 bis 2015 ein
Forschungsprojekt über „Neue Heimat-Museen – Orte der Wissensvermittlung“ durchgeführt.
Vorbildlich gelungen ist in diesem Sinne aus Sicht des Kultur-Netzwerkes bereits die
Digitalisierung von Wissen in der ehemaligen Synagoge. „Stadthagen hat Schätze“, meint
NOTE.2, „die wir mit neuen Konzepten nach innen und außen präsentieren können“.
Eine Einladung zum Dialog hat NOTE.2 bereits Anfang September im Ausschuss Soziales,
Sport und Kultur an alle Ratsmitglieder und Verwaltungsmitarbeiter ausgesprochen. Das
Kulturnetzwerk setzt nun auf eine gute Diskussion beim 1. KULTUR-GESPRÄCH
STADTHAGEN am 23. Oktober. Fortsetzungen sind geplant, denn „Stadthagen braucht
Gemeinschaften, soziale Formate, die Erfahrung, dass Kulturpolitik etwas in der
Stadtgesellschaft gestalten kann“.


Dafür sollten nach Ansicht von NOTE.2 neue Perspektiven entwickelt werden, die
Einzelaspekte auch zusammen denken können, etwa die Planungen für einzelne Sammlungen
wie die im Museum zur Amtspforte, im Stadtarchiv, die Bronze-Skulptuen von Adriaen de Vries
im Mausoleum, die Informationen in der ehemalige Synagoge und vielleicht auch die Zukunft
der Zehntscheune. Ein Gesamtpaket mit neuen Wirkungsmöglichkeiten fände sicherlich auch
eine neue Aufmerksamkeit bei der Haushaltspolitik. Dabei müssten dann auch Ansätze in der
Landes- und Bundespolitik in den Blick kommen. Mit Spannung wird derzeit zum Beispiel die
Auswertung von fünf regionalen Kultur-Beratungen dieses Jahres erwartet, die das Nds.
Ministerium für Wissenschaft und Kultur für Ende 2019 angekündigt hatte. Dabei geht es auch
um zukünftige Förderschwerpunkte und Förderprogramme In Niedersachsen.


* Note.2 wurde im Oktober 2018 gegründet als Stimme der Kultur und Lobby für Kulturentwicklung in Stadthagen –
beteiligt sind 2019 etwa 20 Kultur-Organisationen und kulturaktive BürgerInnen – Mitwirkung erwünscht!
Zum Koordinationsteam gehören Ina Colletti, Sandra Völkening, Feliks Oldewage, Klaus Strempel

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