Soziokultur: engagiert, divers, inklusiv und solidarisch!

Neue Ausgabe der »Kulturszene« des Fonds Soziokultur erschienen

Lebendigkeit und Experimentierfreude, der Umgang mit Vielfalt und das Gespür für gesellschaftlichen Zusammenhalt sind Kennzeichen der Soziokultur. Dabei steht der Eigensinn der Kunst nie in Frage, wird jedoch eingebunden in eine kulturelle Praxis, die den Menschen auch als Gemeinschaftswesen begreift. Die von der Soziokultur imaginierten „Bilder vom besseren Leben“ entstehen vor dem Hintergrund realer Lebensverhältnisse.

Auch die „Kulturszene“ ist dieser Ambivalenz von Sein und Schein, Wunsch und Wirklichkeit verpflichtet. Die Zeitschrift präsentiert gelungene Beispiele angewandter Soziokultur, die die Menschen bei ihren Versuchen bestärken, Utopien ein Stück weit konkret werden zu lassen. Die aufgeführten Projektbeispiele sind dabei ebenso vielfältig wie überzeugend:

Im vorliegenden Jahresbericht reaktiviert eine Kulturinitiative im thüringischen Kannawurf den vormaligen DDR-Dorffunk und installiert ein mobiles Bürgerradio. Der niedersächsische Landesverband Freier Theater inszeniert in der Landesfrauenklinik Hannnover „Das Licht der Welt“ in Anspielung auf die 100-jährige Geschichte des Gebäudes als Geburtsklinik. Das Projekt „Drum & Brass“ von Roots & Routes Cologne e.V. bringt Jugendliche aus Köln, Rotterdam und Cannes zusammen, um gemeinsam Big-Band-Musik, karibische Brassband-Tradition und Hip Hop in einen fruchtbaren Trialog zu bringen.

Neben 20 überzeugenden Projektbeispielen enthält die neue Ausgabe der Fonds-Zeitschrift eine statistische Auswertung der Antragsentwicklung und Förderpraxis für den Zeitraum 2013 bis 2018, darüber hinaus einen Forschungsbericht zum „Rumpelstilzchen“ Soziokultur. Damit soll nicht nur die Transparenz von Förderentscheidungen des Fonds Soziokultur unterstrichen, sondern auch auf neue Entwicklungen des Praxisfeldes hingewiesen werden.

Mit dieser Ausgabe verabschiedet sich gleichzeitig der langjährige Geschäftsführer des Fonds, Dr. Norbert Sievers, von den LeserInnen der Kulturszene. Er wird Anfang 2020 aus dem aktiven Berufsleben ausscheiden.

Unter dem Motto „Wettbewerb um die besten Projektideen“ fördert der Fonds Soziokultur seit 1988 modellhafte Kulturprojekte in Deutschland und unterstützt solche Vorhaben und Initiativen, die abseits der gesicherten Pfade im Kulturbetrieb etwas Neues, Ungewohntes und Überraschendes entwickeln wollen.

Die neue Ausgabe der „Kulturszene“ (Nr.19) kann gegen eine Schutzgebühr in Höhe von 2,20 Euro (in Briefmarken) über die Geschäftsstelle des Fonds bezogen werden.

 

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