Fröhlich ist das Verwaltungsleben, faria faria ho

Fröhlich ist das Verwaltungsleben ...

Ende Mai trafen sich bei FAUST in Hannover 15 Menschen aus 13 Vereinen um den LAGS-Arbeitskreis Verwaltung zu gründen. Ins Leben gerufen hat den Arbeitskreis Chris Mielke, die in der musa in Göttingen für die Finanzen, Lohnbuchhaltung und Personal zuständig ist.

Ziel des Arbeitskreises ist es, die Menschen, die in den Mitgliedsvereinen der LAGS und in befreundeten Verbänden in der Finanz- und Personalverwaltung arbeiten, zu vernetzten. Fachlicher Austausch und fachliche Inspiration stehen in diesem AK im Vordergrund. Oftmals allein mit den Höhen und Tiefen eines Verwaltungsalltages konfrontiert ist der berufliche Austausch für diese Berufsgruppe extrem wichtig, weil sie einerseits Dienstleister für die Kolleg*innen innerhalb des Vereins sind und gleichzeitig ständig von externen Institutionen wie Finanzamt, Rentenversicherung oder Zuschussgebern geprüft werden. „Unser Arbeit ist die oft nicht wahrgenommene „Hausfrauentätigkeit“ bei der wir ständig „die Hosen runterlassen müssen. Dass wir alle ein dringendes Bedürfnis nach Austausch und Netzwerk haben, hat dieses erste Treffen gezeigt“, sagt Chris Mielke.

Wie macht ihr das? Welches Buchhaltungsprogramm nutzt ihr? Soll man die Personalbuchhaltung outsourcen? Was muss man bei Gemeinnützigkeit alles beachten? Das waren nur ein paar Fragen, die alle beschäftigten.

In Kleingruppen haben sich die Teilnehmerinnen sich erstmal mit Buchhaltungsprogrammen beschäftigt. Die „großen“ Vereine haben sich über die Vor- und Nachteile von professionellen Buchhaltungsprogrammen ausgetauscht. Datev, Lexware, Agenda… was ist besser?

Die kleineren Vereine haben sich Tipps beim Buchhalten mit Excel gegeben. Was funktioniert da gut, wo stößt diese Art der Buchhaltung vielleicht an Grenzen.

Im Plenum haben sich alle damit beschäftigt, was die Gemeinnützigkeit gefährden kann. Worauf muss man da achten….

Resümee des 1. Treffens: „Endlich hat mich jemand verstanden“, war eine oft genannte Rückmeldung am Ende des Tages. „Hier treffe ich auf Kolleg*innen, die – egal ob 50.000 Jahresumsatz oder 1.000.000 – dieselben Probleme haben, wie ich. Toll. Ich bin nicht allein!“ „Der Austausch in den Kleingruppen hat mir sehr viel gebracht“. „Der Input zum Thema Gemeinnützigkeit macht mich jetzt sicherer.“ „Mir ist hier noch mal bewusst geworden, wie wichtig unsere Arbeit ist und das wir viel mehr Anerkennung erfahren müssten von unseren übrigen Kolleg*innen.“

Alle wollen sich gaaaanz schnell wieder treffen und haben uns für das nächste Mal vorgenommen, die unterschiedlichen Buchhaltungsprogramme Lexware, Excel und (wenn Zeit bleibt DATEV) in kurzen Workshops vorzustellen. Was sich nicht gegenseitig erklärt werden kann, dafür werden Fachreferenten eingeladen.

Und für weitere Treffen des AK stehen noch folgende Themen auf der Agenda: Personalbuchhaltung, Mitglieder- und Kursteilnehmerverwaltung, Vermietungen, Controlling.

Alle gingen mit den Worten auseinander: „Schön, dass es uns gibt. Wir fühlen uns nicht mehr allein“. Das Netzwerk der Verwaltung in der Soziokultur ist geboren. Der nächste Termin wird im Netz zu finden sein.

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