180.000 Euro für die Soziokultur - Niedersachsen fördert Projekte und Vereine

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS) fördern im zweiten Halbjahr 2017 achtzehn soziokulturelle Projekte und Vereine mit insgesamt rund 180.000 Euro.


„Soziokulturelle Zentren und Vereine sind Orte der Vernetzung zwischen Künstlerinnen und Künstlern. Gleichzeitig bringen sie Kulturschaffende mit der Bevölkerung in Kontakt. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe und ermöglichen Zugänge zu Kultur“, sagt die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić.


Projektförderung: Bevölkerung beteiligen
Landesmittel in Höhe von rund 124.000 Euro erhalten zehn soziokulturelle Projekte, die mit einem stimmigen Konzept unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und Sparten miteinander vernetzen. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt „Kreatives Land-Volk“, mit dem der Verein „Kultur auf dem Lande“ einen Wettbewerb zwischen drei Dörfern an der Elbe ausrichten wird. „Voices for Human Rights!“ vom Verein „kargah“ in Hannover macht mit verschiedenen künstlerischen Werkstätten neue Protestformate sichtbar und verbindet Menschen mit unterschiedlichem politischen Hintergrund.


Gerd Dallmann, Geschäftsführer der LAGS: „Die geförderten Kulturprojekte ermöglichen es der Bevölkerung ihre Lebenswelt zu gestalten. Beteiligung ist eine der tragenden Säulen soziokultureller Arbeit.“

Strukturförderung: Veränderungen begleiten
Kleine soziokulturelle Vereine, insbesondere solche im ländlichen Raum, unterstützt das Land Niedersachsen mit Mitteln der Strukturförderung in Höhe von rund 56.000 Euro. Sie ist in der Regel auf drei Jahre angelegt. Ziel dieser Förderung ist es, das überwiegend ehrenamtliche Engagement in der Soziokultur zu stärken oder Vereine durch Umbruchphasen zu begleiten. Darüber hinaus werden Vereine dabei unterstützt, professionell weitere Fördermittel für ihren Haushalt zu akquirieren.


„Gerade bei der Strukturförderung ist die Beratung durch die LAGS ein großer Gewinn für die Vereine. Gemeinsam mit den Beraterinnen und Beratern der LAGS können wirksame Strategien für die Umbrüche, mit denen freie Träger zurzeit konfrontiert sind, entwickelt werden. Hierzu gehören beispielsweise der Generationenwechsel, neue Trägerformen und Veränderungen des Ehrenamts“, sagt Georg Halupczok, Mitglied des Beirats und Vorstandsmitglied der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren.


Gefördert wird hier unter anderem der „Kulturverein Petersburg“ in Osnabrück, der unterschiedliche Vereine unter seinem Dach vereint und neue Räume beziehen wird. Weitere Beispiele sind der Verein „Trillke“ in Hildesheim, der sich eine neue Organisationstruktur geben wird, und der Kulturverein Schneverdingen, der wichtige Koordinierungs- und Vernetzungsarbeit für die Kultur in der Region leistet.


Um die Förderung aus Mitteln der Soziokultur können sich soziokulturelle Vereine und Zentren bewerben. Über die Anträge entscheidet der Beirat der LAGS. Der Stichtag für die zweite Antragsrunde für Projekt- und Strukturförderung ist der 15. Oktober 2017. Auch Anträge für den Förderschwerpunkt „Neue künstlerische Formate" können bis zum 15. Oktober 2017 eingereicht werden.


Weitere Informationen finden Sie hier und hier.

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