Kulturkooperationen für ländliche Entwicklung

Kulturarbeit. Doch zwischen dem Auftreten professioneller KulturakteurInnen aus der Stadt und ehrenamtlichen AkteurInnen der Breitenkultur tauchen nicht selten Fragen und Irritationen auf. Wie können Kooperationen für Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen nachhaltig aufgebaut werden? Und welche Rolle spielen dabei professionelle Kulturschaffende? Ein Essay von Beate Kegler.

Der ländliche Raum und die Stadt-Land-Beziehungen stehen verstärkt im Fokus partizipativer Kulturarbeit. Doch zwischen dem Auftreten professioneller Kulturakteur*innen aus der Stadt und ehrenamtlichen Akteur*innen der Breitenkultur tauchen nicht selten Fragen und Irritationen auf. Wie können Kooperationen für Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen nachhaltig aufgebaut werden? Und welche Rolle spielen dabei professionelle Kulturschaffende? Ein Essay von Beate Kegler.

Vom hochglanzbebilderten Landleben-Magazin bis zum Demografie-Bericht: Der ländliche Raum und mit ihm die Stadt-Land-Beziehungen sind wieder neu in den Fokus gerückt. Dabei ist nicht zu übersehen: Es gibt nicht „den“ ländlichen Raum. Vom prosperierenden Speckgürtel im Umfeld der Metropolen bis zu von Leerstand geprägten Dörfern in der Weite der Uckermark herrscht Vielfalt. Vielfalt auch in dem, was Kultur und Kulturelle Bildung auf dem Land ausmachen. Fest steht allenfalls, dass es nicht so leicht ist mit der in Artikel 72 des Grundgesetzes verankerten „Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse“.

Insbesondere dort, wo keine Arbeitsplätze und weiterführenden Bildungsangebote vor Ort sind und die Pendlerentfernungen mehr als eine Stunde betragen, charakterisieren Abwanderung, Leerstand, zunehmende Armut, Alterung, nachlassende Innovations- und Gestaltungskraft das Bild der Dörfer. Dringenden Handlungsbedarf sieht die Demografieforschung dort, wo immer mehr Menschen auf Unterstützung in der Alltagsbewältigung angewiesen sein werden, die immer weniger Menschen zu geben in der Lage sind.

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