Neuerscheinung: Innovation Vielfalt – Neue Wege in den Darstellenden Künsten Europas. Das Handbuch zur inklusiven Kunst- und Kulturarbeit

Das europäische Projekt Un-Label hat nun das Handbuch "Innovation Vielfalt – Neue Wege in den Darstellenden Künsten Europas" veröffentlicht. Es handelt sich um eine Sammlung von Erkenntnissen, Ideen, Praxisporträts und Links zur europäischen Szene der Inklusiven Darstellenden Künste. Das Handbuch ist kostenlos als pdf auf Englisch und Deutsch erhältlich!

Auf 128 Seiten wird zum einen das internationale Projekt Un-Label dokumentiert und darüber hinaus mit Essays, Best Practices und Checklisten ein Blick auf die Vielfalt der inklusiven europäischen Kunst- und Kulturszene geworfen. Das in Deutsch und Englisch veröffentlichte Handbuch ist ein einzigartiges Nachschlagewerk für die internationale, inklusive Kulturszene.

Menschen mit Behinderung werden bisher im europäischen Kunst- und Kultursektor kaum bis gar nicht repräsentiert. Es findet damit der Ausschluss einer Gruppe der Gesellschaft statt, sowohl als Kunst- und Kulturschaffende als auch als Rezipienten. Dieser Zustand ist umso bemerkenswerter, da Deutschland im Jahr 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben hat. Sie stellt klar, dass Menschen mit Behinderungen ein uneingeschränktes und selbstverständliches Recht auf Teilhabe besitzen. Das gilt auch für Kunst und Kultur.

Das neue Handbuch bietet allen Akteuren der Kunst- und Kulturszene eine wertvolle Hilfestellung, sich der Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu öffnen. Denn durch Kunst und Kultur können neue Formen der Auseinandersetzung über die Bedeutung von Behinderung entstehen. Inklusion entwickelt Form und Inhalt von Kunst und Kultur weiter und trägt zur innovativen Veränderung unserer Kulturlandschaft bei.

In verschiedenen Beiträgen zeigt das Handbuch einen umfassenden Blick auf das zweijährige Modellvorhaben Un-Label. Organisatorinnen und Organisatoren, Künstlerinnen und Künstler sowie Beteiligte schildern aus ihrer Perspektive, wie sie Un-Label erlebt haben und was das Projekt für sie gebracht hat. Außerdem werden zehn Best Practice-Portraits aus ganz Europa vorgestellt. Sie eint die Idee und Überzeugung, das Bewusstsein für die Vielfalt in unserer Gesellschaft zu schärfen, Unterschiede als Norm zu begreifen und als Quelle kreativen Schaffens wertzuschätzen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem professionellen künstlerischen Wirken von Menschen mit Behinderung und auf die Schwierigkeiten ihrer Teilhabe. So werden viele Informationen zu gegenwärtigen europäischen Kriterien zur Verringerung von Barrieren im Kulturbereich gegeben.

Das Handbuch ermutigt dazu, eigene Kulturprojekte im inklusiven Kontext zu schaffen. Checklisten bieten eine Hilfestellung bei der eigenen praktischen Planung und Durchführung zukünftiger Projekte. Abschließend gibt es eine Zusammenstellung von über 100 europäischen Akteuren, die sich als Impulsgebende und Expertinnen und Expertem in der inklusiven professionellen Kulturszene einen Namen gemacht haben. Das Handbuch fördert damit Austausch und Begegnung, damit das internationale Netzwerk inklusiver Kunst- und Kulturschaffender weiter wachsen kann.

Das interaktive Handbuch erhalten Sie hier zum Download.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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