Per se politisch - Zeitschrift SOZIOkultur 2-2017 erschienen

Von Anfang an ist Soziokultur per se politisch. Sie verbindet kulturelle Aktion mit dem Ringen um Demokratie, Menschenwürde und Zukunft. Wie das konkret aussieht, zeigt die neue Ausgabe der SOZIOkultur.


Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, hebt hervor, dass gute künstlerische Bildung große Effekte bewirkt. Kinder und Jugendliche profitierten von Angeboten mit „Wow-Faktor“. Politische Bildung müsse Spaß machen. „Education through art“ könne als andere Bezeichnung für Persönlichkeitsentwicklung gelten.
Viele Projekte in soziokulturellen Zentren belegen das. „Was würde ich versprechen, um gewählt zu werden?“, fragen sich Jugendliche in Hinblick auf die Bundestagswahl. Beim Projekt „Ich bin die Wahl“ des Kunsthauses KUBO in Bremen schlüpfen sie in die Rolle von Politiker/-innen – und setzen sich so aktiv mit Demokratie und Teilhabe auseinander. Hiphopper/-innen der Hiphop-Academy Hamburg erschließen sich in „Luther.ON.stage“ Werk und Person Luthers – und transformieren so seine Werte in die heutige Zeit. „Wem gehört die Stadt?“, fragen Jugendliche im potsdam lab – und schaffen so Möglichkeiten, sich ihre Stadt zu erobern. Junge Frauen aus Bremen führen im Performancekollektiv CHICKS* Projekte zu Weiblichkeit und Queerness auf – und entwickeln so Alternativentwürfe zu Diskriminierung und Machtverteilung. Junge Leute vom Bahnhof Langendreer in Bochum thematisieren im Projekt „Globale Solidarität – vor Ort“ Fragen der Welternährung – und finden so in langfristiges politisches Engagement. Tausende Besucher/-innen versammeln sich jährlich beim „Wilde-Möhre-Festival“ im ländlichen Raum Brandenburgs – und feiern so die utopische Blaupause für ein friedliches, faires und tolerantes Miteinander. Mark Sauer und der Verein Miteinander leben in Mölln agieren anhand langfristig vereinbarter strategischer Konzepte – und gestalten so politischen Alltag in der von einem Brandanschlag betroffenen Kommune.


„Soziokultur ist politisch – ob sie will oder nicht. Aber was heißt das konkret?“, fragt Reinhold Knopp, langjähriger Leiter des Düsseldorfer Kulturzentrums zakk und seit 2003 Professor für Stadt- und Kultursoziologie an der Hochschule Düsseldorf, und charakterisiert das „gelingende Leben“ zwischen Politischem und Privaten, zwischen Selbstbestimmung und Selbstoptimierung seit den Anfangsjahren der Soziokultur.
Unter dem Motto „Ganz genau!“ analysiert die aktuelle Statistik der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. die Aktivitäten und Parameter soziokultureller Arbeit. Bei der Präsentation der Statistik am 17. Mai auf dem pfefferberg in Berlin bestätigte auch die Bundespolitik, dass im politischen Raum die Potenziale der soziokulturellen Zentren zunehmend gesehen werden.


Das und noch mehr lesen Sie in der aktuellen SOZIOkultur. Erhältlich im Shop auf www.soziokultur.de.

Die Online-Version der Zeitschrift finden Sie hier.


Release-Party: Am 18. Juli findet ab 19 Uhr im Stadtteil- und Kulturzentrum MOTTE in Hamburg die Release-Party für die SOZIOkultur-Ausgabe „Per se politisch“ statt. Mit special guest Reinhold Knopp spricht Corinne Eichner. Sie wird auch die Hamburger Initiative zum Thema „Offene Gesellschaft – Wie wollen wir leben“ vorstellen. Eine Veranstaltung der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. in Kooperation mit STADTKULTUR HAMBURG e.V. und dem Stadtteil&Kulturzentrum MOTTE e.V.


Weitere Informationen und Kontakt:
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V., Ute Fürstenberg, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit
Lehrter Str. 27‐30, 10557 Berlin, T 030.3 97 44 59-3, ute.fuerstenberg@soziokultur.de, www.soziokultur.de

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