Pressemitteilung des Landesfrauenrats e.V. Niedersachsen

Hannover, 16.10.2017

Frauenanteil im Niedersächsischen Landtag sinkt weiter

Der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. (LFRN) bedauert außerordentlich, dass dem Niedersächsischen Landtag in der 18. Wahlperiode weniger Frauen angehören werden. „Der Anteil der weiblichen Abgeordneten im Landtag ist unter 30 Prozent gesunken und damit so niedrig wie zuletzt vor 20 Jahren. Von einer gleichberechtigten Teilhabe von Frauen in der Politik sind wir weit entfernt.“, so die Vorsitzende des Landesfrauenrates Cornelia Klaus.

Nur 27,73 % aller Landtagsmandate konnten Frauen bei der Landtagswahl am 15. Okto-ber 2017 in Niedersachsen erringen. Der Frauenanteil vor der Wahl betrug 31,39 %. Die LFRN-Vorsitzende fordert, das Thema auf die politische Agenda zu setzen: „Fast 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts zeigt das Ergebnis: Ohne mehr Engage-ment der politischen Parteien und eine Änderung des Wahlgesetzes geht es nicht.“

Der LFRN setzt sich für eine paritätische Besetzung in den Parlamenten ein. Politik muss von Frauen und Männern in gleichem Maße gestaltet werden, damit alle Blickwin-kel für gesellschaftliche Themen erfasst werden. Eine Änderung des Wahlgesetzes er-mutigt und ermöglicht Frauen, sich in den politischen Diskurs und Entscheidungsprozess produktiv einzumischen. Das Wissen und Können von Frauen, die mehr als die Hälfte unserer Bevölkerung stellen, wird dringend gebraucht.

Kontakt:

Cornelia Klaus, Vorsitzende Landesfrauenrat Niedersachsen e.V., Handy 0163 1338878

Der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. (LFRN) ist ein Zusammenschluss über 60 Frauenverbänden und Frauengruppen gemischter Verbände, der über 2,2 Millionen Frauen vertritt.

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