The Active Part of Art

Diese Tagung fragt, inwieweit zeitgenössische Kunst auf demokratische Strukturen einwirken und diese stärken kann? Hat Kunst die Kraft, Gesellschaften zu bewegen? Wie können wir diese Fragestellungen in die Vermittlung einbringen, für ein breiteres Publikum produktiv werden lassen und mehr kulturelle Teilhabe ermöglichen?
Als Referent_innen beteiligt sind Künstler_innen, Kurator_innen und Kunstkritiker_innen aus Deutschland, Ungarn, Serbien und der Türkei: Dr. Zoran Erić, Belgrad; Gerrit Gohlke, Berlin; Mischa Kuball, Düsseldorf; Beral Madra, Istanbul; Christiane Mennecke, Dresden; Gergely Nagy, Budapest; Marina Napruskina, Berlin; Prof. Dr. Oskar Negt, Hannover Uta M. Reindl, Köln; Hajnalka Somogyi, Budapest und Marcus Steinweg, Berlin.
Aktuell konstatieren wir, dass sich in verschiedenen europäischen Ländern autoritäre nationale Entwicklungen vollziehen, die auch die Freiheit der Kunst berühren, so in Ungarn, Serbien, Polen, aber auch außerhalb Europas – wie in der Türkei. Ebenso zeigen sich in Deutschland gesellschaftspolitische Veränderungen, die auch angesichts unserer Geschichte Anlass zur Sorge geben bzw. künstlerisches Handeln oder künstlerische Positionierung erfordern.

Nachdem gerade noch diskutiert wurde, ob angesichts der verheerenden globalen kriegerischen Auseinandersetzungen eine Kunstproduktion überhaupt noch möglich ist, zeigt sich, dass politisch konnotierte Kunst mehr Raum bei den Großausstellungen im vergangenen Jahr einnahm, wie z.B. der Documenta 14 oder der Biennale in Venedig. Ein probates, vor allem aber notwendiges Mittel ist es, dafür Öffentlichkeiten herzustellen: sei es auf der kuratorischen oder künstlerischen Ebene, um auf gesellschaftliche und gesellschaftspolitische Gegebenheiten unterschiedlicher Art aufmerksam zu machen und Transparenzen herzustellen. Die Existenz dieser Öffentlichkeiten bürgt für den Erhalt demokratischer Strukturen, zu denen Meinungsfreiheit ebenso wie die Freiheit der Kunst zählen.

Die Tagung fragt und reflektiert, inwieweit zeitgenössische Kunst auf demokratische Strukturen einwirken und diese stärken kann? Hat Kunst die Kraft, Gesellschaften zu bewegen? Wie können wir diese Fragestellungen in die Vermittlung einbringen, für ein breiteres Publikum produktiv werden lassen und mehr kulturelle Teilhabe ermöglichen?

In Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine und der Bundeszentrale für politische Bildung

Tagungsleitung

Dr. Sabine Baumann, Programmleiterin Bildende Kunst der ba•

Gefördert durch die Braunschweigische Stiftung, die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und die VGH-Stiftung

Anmeldeschluss: 13. April 2018

Anmeldung unter: http://www.bundesakademie.de/programm/bildende-kunst/do/veranstaltung_details/bk10-18/

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