Vier Millionen Euro für das Kulturzentrum

Schüttorfer Stadtrat bewilligt Kostenrahmen / Bürgerinitiative zeigt sich zufrieden und mahnt

Nach jahrelangen Diskussionen ist das Großprojekt soziokulturelles Zentrum in Schüttorf nun auf den Weg gebracht. Der Stadtrat hat am Montagabend den Kostenrahmen von vier Millionen Euro bewilligt.

Stadtdirektor Manfred Windhaus sprach von einem „großen Moment“, Bürgermeister Jörn Tüchter von einem „wichtigen Projekt für Schüttorf“, das jetzt angeschoben sei. Und auch aus den Stellungnahmen der Fraktionen waren Zufriedenheit und vor allem Erleichterung herauszuhören. Der Schüttorfer Stadtrat hat am Montagabend den Neubau des soziokulturellen Zentrums an der Fabrikstraße auf den Weg gebracht und den Kostenrahmen von vier Millionen Euro beschlossen. Der Rat ist damit der Beschlussempfehlung des Kulturausschusses vom November gefolgt, den ursprünglichen Kostendeckel von 2,7 Millionen zu erhöhen (die GN berichteten).

Die Kosten setzen sich zusammen aus 2,9 Millionen Euro Baukosten, 600.000 Euro für die Herrichtung des ehemaligen Betriebsratsgebäudes und 500.000 Euro für Einrichtungsgegenstände.

Ein zweiter Bauabschnitt soll laut Beschluss in den Planungen nicht berücksichtigt werden. Der erste Abschnitt soll jedoch so auf dem Grundstück angeordnet werden, dass ein zweiter Bauabschnitt in Zukunft umgesetzt werden könnte.

Bauamtsleiter Dieter Salewski erklärte, dass die nächsten Schritte nun die Aufträge für die Verkehrsplanung und den städtebaulichen Rahmenplan für das Sanierungsgebiet sind. „Es geht darum, festzulegen, wo was genau passieren soll“, sagte Salewski. Die verkehrliche Planung bezieht sich dabei zunächst nur auf die äußere Anbindung an das Sanierungsgebiet. Stefan Niehaus (CDU) hatte zuvor daran erinnert, zeitnah die Verkehrsplanung im Bereich der Fabrikstraße anzugehen, da diese nicht optimal sei. Dieses soll laut Dieter Salewski im städtebaulichen Rahmenplan passieren. „Das ist ein längerer Prozess und kann durchaus zwei Jahre dauern“, erklärte der Bauamtsleiter.

Lars Kirchmann (SPD) hob die parteiübergreifende Einigkeit hervor. „Mit Hilfe der Verwaltung wird jetzt ein Sanierungsgebiet entstehen, das Schüttorf noch schöner macht.“ Ute Meier-Bergfeld (Grüne) lobte, dass viel Herzblut in das Projekt investiert worden sei. „Ich hätte mir aber eine deutlichere Positionierung zu einem zweiten Bauabschnitt gewünscht.“ Friedhelm Rosche beantragte für die Schüttorfer Liste, den Standort Fabrikstraße aus der Beschlussvorlage herauszunehmen. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Silke Stamme (CDU) betonte, dass dieser Antrag nicht der Meinung der Gruppe CDU/Schüttorfer Liste entspreche.

Manfred Windhaus bezeichnete die nun gefundene Lösung als einen guten Kompromiss. „Verlierer gibt es dabei keine“, sagte der Stadtdirektor. „Heute ist ein großer Abend für die Kultur und die Jugend.“ Windhaus dankte insbesondere auch der Bürgerinitiative für ihren Einsatz. Die Zusammenarbeit sei kontrovers, am Ende aber sehr konstruktiv gewesen.

BI-Sprecher Arthur Lieske zeigte sich im GN-Gespräch zufrieden. „Wir sind sehr erfreut über den positiven Beschluss und die Erhöhung der Gesamtsumme auf vier Millionen Euro. Darauf haben wir sehr lange gewartet.“ Er mahnte aber auch, dass ein Kostenrahmen kein Konzept ersetze. „Es wird sehr bald ein Raumkonzept und ein Konzept für die Kultur in Schüttorf geben müssen.“

Für die Genehmigung zur Veröffentlichung in unserem Newsletter herzlichen Dank an Jonas Schönrock, Grafschafter Nachrichten, 19.12.2018

 

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