Positionen

Soziokultur schafft Wechselbeziehungen zwischen Kunst, Bildung und Sozialer Arbeit

Soziokultur bewegt sich im Schnittfeld von Kunst, Bildung, Sozialer Arbeit und hat viele Berührungspunkte mit anderen gesellschaftlichen Feldern wie Stadt- und Regionalentwicklung oder bürgerschaftlichem Engagement. Sich diesen Wechselbeziehungen zu stellen, eigene Positionen aus Sicht der Soziokultur zu entwickeln und diese auch in (kultur-)politischen Debatten einzubringen, ist eine Aufgabe, die die LAGS in Publikationen und Veranstaltungen wahrnimmt.

Thematisches Netzwerken.
Politik mitgestalten. Weiter lesen ...
Kulturelles Netzwerken.
Positionen für mehr Kultur entwickeln. Weiter lesen ...
KEK
Kulturentwicklung planen.Weiter lesen ...
Demografischer Wandel.
A
ntworten auf Veränderungen geben.
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Interkultur.
Moderne Konzepte entwickeln.
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Kultur in Ländlichen Räumen.
Stärken stärken. Weiter lesen ...
Bürgerschaftliches Engagement.
Einen angemessenen Rahmen schaffen.
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Kulturwirtschaft.
Neue Chancen für die Soziokultur. Weiter lesen ...
Kulturtourismus.
Nachhaltige Angebote entwickeln.
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Thematisches Netzwerken. Politik mitgestalten.

Seit vielen Jahren ist die LAGS in unterschiedlichen Netzwerken aktiv und gestaltet diese mit.

  • Bürgerschaftliches Engagement ist eine der tragenden Säulen der Soziokultur und Soziokultur aktiviert die Bevölkerung zum bürgerschaftlichen Engagement. Der Niedersachsen Ring ist als Gremium der gegenseitigen Information und des Austausches ein wichtiger Baustein zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und der Vernetzung der Engagierten in Niedersachsen.
  • In der Freiwilligenakademie Niedersachsen - FAN - werden Konzepte zur Qualifizierung des bürgerschaftlichen Engagements entwickelt. 
  • Interkultur ist für die Soziokultur von Anfang an wichtiger Bestandteil des Kulturverständnisses. Im Integrationsbeirat des Landes arbeitet die LAGS mit an den Rahmenbedingungen für interkulturelles Zusammenleben in Niedersachsen.
  • Viele soziokulturelle Akteure sind in der Jugendarbeit und damit auch in der Prävention aktiv. Der Landespräventionsrat beteiligt alle mit Kriminalprävention befassten gesellschaftlichen Gruppen an seiner Arbeit.

 

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Kulturelles Netzwerken. Positionen für mehr Kultur entwickeln.

akku - der Arbeitskreis niedersächsischer Kulturverbände

Der Arbeitskreis niedersächsischer Kulturverbände (akku) ist ein Zusammenschluss von Verbänden und Dachorganisationen von staatlichen, kommunalen und freien Kulturträgern in Niedersachsen.
akku versteht sich als Sprachrohr einer vielfältigen Kulturszene Niedersachsens sowie als Ansprechpartner für Politik und Verwaltung auf Landesebene. Insbesondere gemeinnützige Einrichtungen in freier Trägerschaft mit einem hohen Maß bürgerschaftlichen Engagements, haben in den niedersächsischen Kulturverbänden eine wirksame Interessenvertretung. Die Mitglieder von akku treffen sich regelmäßig, um sich über aktuelle kultur- und bildungspolitische Entwicklungen in Niedersachsen sowie über die Aktivitäten der verschiedenen Verbände und Einrichtungen auszutauschen. Aufgabe ist es, ein übergreifendes Verständnis für die jeweiligen Interessen, Erfordernisse und Zielsetzungen der Kultursparten zu erlangen und in einem diskursiven Prozess gemeinsame kulturpolitische Positionen zu entwickeln und zu vertreten.


Dem Arbeitskreis gehören folgende Mitglieder an:

Landesverband der Kunstschulen Niedersachsens e.V.
Landesverband niedersächsischer Musikschulen e.V.
Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Niedersachsen e.V.
Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur e.V.
Landesverband freier Theater Niedersachsen e.V.
Landesverband Theaterpädagogik Niedersachsen e.V.
Niedersächsischer Heimatbund e.V.
Landesmusikrat Niedersachsen e.V.
Film- und Medienbüro Niedersachsen e.V.
Museumsverband Niedersachsen-Bremen e.V.

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KEK - Kulturentwicklungsplanung in Niedersachsen

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) hat zwar (noch) kein neues Konzept für die Kulturlandschaft in Niedersachsen und ihre Förderung, aber es hat – lange vor diesbezüglichen Buchveröffentlichungen - einen Prozess angeschoben, diese Herausforderung gemeinsam mit allen verfügbaren MitstreiterInnen anzugehen. Dieser Prozess – das Kulturentwicklungskonzept KEK - ist nun offiziell gestartet, Informationen dazu findet der/die Interessierte auch online hier
Interessant an dem Vorhaben ist zunächst, dass der Versuch gemacht wird, die Kulturförderung des Landes konzeptionell zu begründen. In den vorangestellten Überlegungen des MWK wird Niedersachsen beschrieben als

Land der Kultur
Land der Integration
Land der Standorte
Land der Fläche und
Land des Engagements
und mit knappen Ausführungen werden zu diesen Aspekten jeweils gesellschaftliche – und damit kulturpolitische – Handlungsfelder skizziert.

Auf der Grundlage dieser ersten Vorüberlegungen hat das MWK inzwischen mit einer großen Anzahl von Partnern erste Gespräche geführt, die überwiegend als Einladung zu einem kontinuierlichen Kommunikationsprozess zu verstehen waren. In der Konsultation zu den Bereichen Musikland/Literatur/Kultur und Bildung war auch die LAGS für den soziokulturellen Bereich vertreten.

Ermutigend für uns war:
Die niedersächsische Kulturlandschaft wird in diesem Prozess als Gemeinschaftswerk des Landes, der Kommunen und der zivilgesellschaftlichen Träger angesehen, die auch gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungen arbeiten sollen – und wollen. Das MWK versteht sich dabei als Partner, der die Koordination des Prozesses übernimmt.
Es geht nicht um ein abgeschlossenes Ergebnis, das später in der Schublade landet, sondern um konkrete Maßnahmen, die in regelmäßigem Monitoring überprüft und in einem kontinuierlichen Mitwirkungsprozess neu gedacht und verändert werden können. Wir sehen die Soziokultur – als einen an gesellschaftlichen Fragen orientierten und sehr auf Teilhabe setzenden Kulturbereich – für diesen Prozess gut aufgestellt und werden uns daran aktiv beteiligen.

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Demografischer Wandel und Soziokultur

älter - bunter - weniger

Im Flächenland Niedersachsen wird mit erheblichen Strukturveränderungen gerechnet. Regionen werden wachsen, andere werden (weiter) schrumpfen. Diesen Herausforderungen öffnen sich Soziokulturelle Zentren in der Zusammenarbeit mit Schulen wie der Pavillon in Hannover mit dem Projekt "Hauptschule in Bewegung". Sie sind Vorreiter im interkulturellen Bereich wie spokusa in Hannover und engagieren sich für die Teilhabe von Alten in der Kulturarbeit wie das KASCH in Achim, der workshop in Hannover und die Kulturetage in Oldenburg.

Zur Alterung der Gesellschaft, abnehmenden Bevölkerungszahl und zunehmenden Interkulturalität gesellt sich ein rasanter Wandel der Lebensweisen und Werte. Der demografische Wandel wird alle Bereiche des täglichen Lebens berühren und das Zusammenleben in unserer Gesellschaft verändern: Drastischer Geburtenrückgang, ein höherer Anteil von Senioren, Herausforderungen durch Zuwanderung, weniger Haushaltsmittel - Städte, Stadtteile, Dörfer und Regionen werden ihre Gesichter verändern. Sie werden andere Infrastrukturen benötigen, der Bedarf nach generationsübergreifenden und interkulturellen Angeboten wird steigen, Bildungs- und Kultureinrichtungen werden sich für andere Bevölkerungsgruppen und andere Bildungskonzepte öffnen müssen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur hat sich im Jahr 2006 mit zwei Tagungen und Arbeitsgruppen den zukunftsweisenden Fragen gestellt und über die Möglichkeiten der Kulturinitiativen, positiv auf Entwicklungsprozesse in Stadt und Land einzuwirken, diskutiert.

Die Arbeitsgruppen gingen der Frage nach, wie die Bedürfnisse der verschiedenen Milieus und Gruppen der Bevölkerung noch stärker berücksichtigt werden können und mit welchen neuen PartnerInnen Freie Kulturträger und Vereine neue Kooperationsvorhaben entwickeln können.

Aktive Beteiligung der Bevölkerung, ressortübergreifende Kooperationen und die Zusammenarbeit von Profis und Laien prägen die Arbeit der Soziokultur und anderer Freier Kulturträger und Vereine. Sie sind auch Grundlagen für eine funktionierende Gesellschaft. Vor welchen Herausforderungen werden Freie Kulturträger durch die veränderten demografischen Strukturen und Lebensbedingungen in naher Zukunft stehen? Welche Kooperationsformen können ausprobiert, welche Zielgruppen entdeckt, welche Projekte umgesetzt werden? Wo liegen Chancen und Grenzen bei den Vorhaben, die wir als „best practise“ betrachten?

Einen Gegenpol zu den düsteren Prognosen „zu alt, zu bunt, zu wenig“ setzt Soziokultur in ihrer Alltagsarbeit seit ihrer Entstehung. Kommunikation und Vernetzung zwischen Kulturen und Generationen sind Alltagsgeschäft in den Kulturzentren, Selbstverwaltung und bürgerschaftliches Engagement ihre Säulen. Weiter lesen ...

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Interkultur

Moderne Konzepte entwicklen

Die zunehmende Heterogenität der Bevölkerung erfordert eine stärkere interkulturelle Orientierung der kulturellen Einrichtungen und eine deutliche Veränderung der Angebotsstrukturen. Viele soziokulturelle Vereine, wie der Pavillon in Hannover, die >alte polizei< in Stadthagen oder spokusa in Hannover arbeiten seit Jahren im interkulturellen Bereich. Neue wie das Haus der Kulturen in Braunschweig kommen hinzu. Die LAGS hat zwei  Veröffentlichungen Interkultur in der Soziokultur herausgegeben. Sie können die aktuelle hier herunterladen.

Die Mitgliederversammlung der LAGS hat zum Verhältnis von Soziokultur und Interkultur diskutiert und hierzu das folgende Papier verabschiedet:

Interkultur in der Soziokultur – von der Alltäglichkeit des Umgangs

In den vergangenen Jahren hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Deutschland ein Einwanderungsland und die Integration von Migrantinnen und Migranten eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe ist, die auch das Engagement der Mehrheitsgesellschaft erfordert. In diesem Zusammenhang hat in Kultur und Kulturpolitik das Thema Interkulturelle Arbeit erhöhte Aufmerksamkeit erhalten. Wir haben uns für die Soziokultur gefragt: Was tragen wir zur Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen bei und was bedeutet interkulturelle Arbeit denn ganz konkret in der Praxis? Weiter lesen ...

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Kultur in ländlichen Räumen

Zukunftspotenziale entwickeln - Kultur in ländlichen Räumen stärken

Vom Jadebusen bis ins Weserbergland, von Ostfriesland bis ins Wendland − es gibt sie überall in Niedersachsen, mal großstadtnah, mal inmitten von Ackerbau und Saatkultur: soziokulturelle Vereine auf dem Land.

Fast die Hälfte der Mitglieder der LAGS hat ihren Sitz im ländlichen Raum. Diese Träger zu stärken und sie in ihrer Rolle als Motor für Regionalentwicklung zu unterstützen, ist Aufgabe der LAGS. Herausragende Konzepte der ländlichen Kulturarbeit verfolgen beispielsweise das ForumHeersum in Heersum und die Ländliche Akademie in der Krummhörn. Beide Vereine waren auch Teilnehmer am "Förder- und Qualifizierungsprogramm Ländlicher Raum".

In Mühlen, ehemaligen Dorfgaststätten, Scheunen − im verwitterten Urzustand oder hervorragend umgebaut −, in Ställen − mit oder ohne Tiere −, in Feld und Flur, an Bushaltestellen und auf Deichen probieren engagierte Menschen − häufig ehrenamtlich − neue Formen der Kulturarbeit.
Landwirtschaft und die traditionellen Berufe, die dörflichen Strukturen und Traditionen verändern sich. Seit einigen Jahren wandelt sich die Bevölkerungsstruktur in ländlichen Räumen erheblich − das Land wird zunehmend zum Rückzugsraum für ursprünglich städtische Bevölkerung. Es entstehen Neubaugebiete; Menschen anderer Lebensstile und unterschiedlicher Nationalitäten richten ihren Alltag in ländlichen Räumen ein. Damit sind neue Formen des Zusammenlebens, der Kommunikation und der kulturellen Bedürfnisse entstanden.

Soziokultur übernimmt Verantwortung

Dem Verlust gewachsener Strukturen wie Dorfläden und -kneipen, in denen Kommunikation alltäglich stattfand, setzt Soziokultur Neues entgegen und entwickelt − meist in Kooperation mit traditionellen Vereinen wie Chören, Sportvereinen, freiwilliger Feuerwehr usw. − ganz eigenständige Qualitäten. Bürger*innen übernehmen in soziokulturellen Vereinen Verantwortung für die Gestaltung und Entwicklung ihres Gemeinwesens. Sie schaffen kreative Freiräume für eine zukunftsfähige Gesellschaft, die sich den wachsenden Veränderungen und den damit verbundenen gesellschaftspolitischen Anforderungen stellen kann. Soziokultur geht es um Zukunfts- und Dialogfähigkeit, um Regionalentwicklung. Hier liegen Potenziale für das Land Niedersachsen, für die Kommunen, Regionen und Gemeinden, die von der LAGS unterstützt werden. Weiter lesen ...

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Bürgerschaftliches Engagement

Einen angemessenen Rahmen schaffen

Vor über 30 Jahren entstand aus bürgerschaftlichem Engagement die Kultursparte Soziokultur. Noch heute ist die Grundstruktur aller Zentren und Vereine gegründet auf engagierte Bürger*innen, die für Ihre Region Verantwortung übernehmen.

Alle Zentren bieten Bürger*innen die Möglichkeit, sich zu engagieren, indem sie Raum zur Verfügung stellen. Hervorragende Projekte werden hier beispielsweise in der Kulturetage in Oldenburg umgesetzt, die sich mit anderen Kulturträgern in Oldenburg zu einem Kulturbegleitring zusammengeschlossen haben, oder im workshop in Hannover, die eine Ausbildungstätte für mobile Kunstassistent*innen ist.

Die LAGS ist seit einigen Jahren im Niedersachsen Ring aktiv und gestaltet so die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement aktiv mit.

Seit 2011 bietet die LAGS den Kulturführerschein an. Eine Fortbildung für Menschen in der nachberuflichen Lebensphase, die sich für Kultur engagieren wollen. Weiter lesen....

Lesen Sie hier demnächst mehr zum Thema.

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Kulturwirtschaft

Neue Chancen für die Soziokultur

Kultur spielt im Entscheidungsprozess der Tourist*innen eine wichtige Rolle. Besondere Anziehung haben sicherlich kulturelle Highlights und große Events. Aber auch regionale Programme, wie sie zum Beispiel vom Verein für Kultur und Kommunikation in Heckenbeck oder der Seefelder Mühle in Seefeld umgesetzt werden, haben kulturtouristische Bedeutung. Immer mehr Städte, Gemeinden, Regionen erkennen diesen Trend und schaffen sich ein kulturtouristisches Profil.

Die niedersächsische Kulturwirtschaft und die Möglichkeiten von Landesseite förderlich auf diese einzuwirken, waren in den letzten Monaten Gegenstand parlamentarischer Debatten.

Alle aktuellen kulturwirtschaftlichen Studien verweisen auf die Kleinteiligkeit dieser Wachstumsbranche sowie auf die große Bedeutung, die in diesem Zusammenhang spezifische, differenzierte und ebenfalls kleinteilige Fördermaßnahmen haben. Insbesondere den Wechselbeziehungen zwischen dem öffentlich geförderten Kulturbereich und der Kulturwirtschaft wird große Bedeutung zuerkannt. Als Forschungs- und Experimentierfeld der Kulturwirtschaft kommt dem öffentlich geförderten Kulturbereich eine bedeutende wirtschaftliche Rolle zu. Dies gilt in besonderem Maße dort, wo in den Grenz- und Überschneidungsbereichen zwischen Amateuren, semiprofessionellen und professionellen Künstlern gearbeitet und spartenübergreifend Nachwuchsförderung geleistet wird. Die soziokulturellen Zentren erbringen hier vorbildliche Leistungen: sie bieten Infrastruktur für Kunst- und Kulturschaffende unterschiedlicher Sparten und Professionalisierungsgrade, sie sind wirtschaftlich erfolgreich und haben mit circa 50% unter den öffentlich geförderten Kultureinrichtungen die höchste Eigenerwirtschaftungsquote.

Diesen Bereich zu stärken, wäre wegweisend im Hinblick auf kulturwirtschaftliche Strategien.

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Kulturtourismus

Kann Tourismus Sünde sein?

In Deutschland boomt Kultur im Tourismus. Kultur spielt im Entscheidungsprozess der Tourist*innen eine wichtige (wenn auch nicht die entscheidende) Rolle. Besondere Anziehung haben sicherlich kulturelle Highlights und große Events. Aber auch lokale und regionale Programme haben kulturtouristische Bedeutung. Immer mehr Städte, Gemeinden, Regionen erkennen diesen Trend und schaffen sich ein kulturtouristisches Profil.

Bietet der Kulturtourismus ein neues Betätigungsfeld für die Soziokultur, für freie Kulturträger*innen? Liegt hier vielleicht sogar eine Lösung für Kulturvereine auf der Suche nach neuen Möglichkeiten zur Finanzierung ihrer Arbeit?

Was bringt Kultur(tourismus) ökonomisch, wie entwickeln sich Trends? Welche Rolle spielen - neben dem Event - Angebotsformen, die die regionalen Besonderheiten aufgreifen und herausstellen und: Was ist wichtiger, das kulturelle Angebot oder die Menschen?

Die Zusammenarbeit von Kulturarbeiter*innen und Touristiker*innen ist die Voraussetzung für den Ausbau der regionalen kulturtouristischen Potenziale. Spätestens bei der touristischen Vermarktung der kulturellen Angebote treffen ganz unterschiedliche Maßstäbe und Arbeitsweisen aufeinander. Stehen für den Touristiker Kalkulation, Auslastung und Umsätze von Hotels und Gastronomie im Vordergrund, ist es bei den Kulturschaffenden die Förderung ästhetischer Bildung und neuer Ausdrucksformen sowie die Ermöglichung von kultureller Partizipation.
Erfolg wird sich nur dann einstellen, wenn beide Seiten – Kultur und Tourismuswirtschaft – zusammenarbeiten. Um die Ziele, Standpunkte und Handlungsspielräume der anderen Seite zu kennen und verstehen zu lernen, ist es notwendig, die Akteure aus Kultur und Tourismus miteinander ins Gespräch zu bringen, auch um gemeinsam über neue Ansätze der regionalen Identität und der Vermarktung nachzudenken. Zu diesem Zweck haben die Regierungsvertretungen in Niedersachsen ein neues Projekt gestartet. Sie wollen Verbindungen zwischen den Kulturschaffenden und den Touristikern herstellen.

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