Weitere Kulturförderung durch Stiftungen, Bund und EU

 

Hier finden Sie weitere Informationen zur Förderung der (Sozio-)kultur durch den Bund und mit Europamitteln sowie zur Förderung der Kultur in Niedersachsen.

Stiftung Niedersachsen

Das Förderspektrum der Stitung Niedersachsen umfasst die sechs Bereiche Bildung & Wissenschaft, Kunst, Literatur, Musik, Theater & Tanz und Soziokultur. Die Stiftung Niedersachsen ist in allen kulturellen Sparten interessiert an neuen Formen der Vermittlung, neuen Perspektiven und neuem Publikum. Sie fördert die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Entwicklung mit Blick auf ihre gesellschaftlichen Wirkungen. Dabei sind Qualität und Exzellenz Konstanten der Beurteilung. 

Jeder Antrag wird geprüft, begutachtet und im zuständigen Gremium beraten. Mit den eigenen Programmen in den jeweiligen Sparten unterstützt die Stiftung Niedersachsen ihre inhaltliche Ausrichtung, die sich auch in den Bewertungskriterien der Projekte widerspiegeln.

Soziokultur

  • Förderung von Projekten, die sich durch Kommunikation und Vernetzung zwischen Kulturen und Generationen auszeichnen, durch ein hohes Maß an Partizipation gekennzeichnet sind und überwiegend in soziokulturellen Zentren stattfinden.
  • Förderung von Projekten, die sich mit den durch demografischen Wandel entstehenden Veränderungsprozessen unserer Gesellschaft auseinandersetzten und Lösungsstrategien entwickeln.

Nicht gefördert werden Jubiläen, Workshops, Ferienprogramme und Stadtteilfeste.

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Fonds Soziokultur

Förderung mit Mitteln des Bundes

Der Fonds Soziokultur e.V. fördert mit Mitteln aus dem Haushalt der Kulturstiftung des Bundes solche Modelle kultureller Praxis, die die alltägliche Lebenswelt in die Kulturarbeit einbeziehen und zugleich eine Rückwirkung der so entstehenden Formen von Kunst und Kultur in unsere Gesellschaft anstreben.
Die Förderung der Soziokultur soll der Entfaltung der ästhetischen, kommunikativen und sozialen Bedürfnisse und Fähigkeiten aller Bürger*innen dienen. Sie leistet damit einen Beitrag zur Erhaltung und Weiterentwicklung der kulturellen Chancengleichheit und der demokratischen Kultur in der Bundesrepublik Deutschland.

Ziele sind die Entwicklung der kulturellen Bildung der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen durch Vermittlung und Aneignung kultureller und künstlerischer Ausdrucksformen sowie die Ermutigung und Befähigung zur aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.
Leitlinie der Förderpraxis des Fonds Soziokultur ist die Stärkung von Innovation und Kontinuität soziokultureller Praxis. Sie versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe, indem sie die Selbstorganisation und Selbstverantwortung in der Kulturarbeit unterstützt.

Die Stichtage für die Antragsabgabe beim Fonds sind jeweils der 1. Mai und der 1. November. Nähere Informationen zur Ausschreibung und die Antragsvordrucke für die Mittelvergabe können über die Geschäftsstelle des Fonds oder über die Internet-Seiten bezogen werden. Fonds Soziokultur e. V. , Weberstraße 59a, 53113 Bonn, Tel. 0228.97144790, Fax 0228.97144799, www.fonds-soziokultur.de

Kulturstiftung des Bundes

Offene Förderung ohne Eingrenzungen bei Sparten und Themen

Die Allgemeine Projektförderung der Kulturstiftung des Bundes zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht auf die Förderung einer bestimmten Sparte oder eines bestimmten Themas festgelegt ist. Es sind große, innovative Projekte im internationalen Kontext, die hier berücksichtigt werden können.
Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt künstlerische Produktionen und gewährt Projektförderung für Themenbereiche, die in die Zuständigkeit des Bundes für die Förderung von Kunst und Kultur fallen. Die Förderung kann für alle nicht-kommerziellen Sparten und Bereiche des Kulturschaffens gewährt werden, für bildende Kunst, darstellende Kunst, Literatur, Musik, Film, Photographie, Architektur, kulturhistorische Ausstellungen, Neue Medien, verwandte Formen und Zwischenformen. Die Kulturstiftung des Bundes fördert keine bereits laufenden Projekte, sondern allein für die Zukunft geplante Vorhaben. Mehr...

Europa fördert Kultur

Europa fördert - Aber wie?

Kulturförderprogramme im Rahmen der EU gibt es seit Mitte der 90er Jahre. Damit will die Gemeinschaft zur Entfaltung des Kulturlebens in den Mitgliedsstaaten beitragen.
Aktionsbereiche im Rahmen der Kulturförderung sind:

  • Verbesserung der Kenntnis und Verbreitung der Kultur und Geschichte der europäischen Völker; Erhalt und Schutz des Kulturerbes von europäischer Bedeutung
  • Förderung nichtkommerziellen Kulturaustausches
  • Anregung des künstlerischen und literarischen Schaffens, einschließlich des audiovisuellen Bereiches
  • Förderung der kulturellen Zusammenarbeit mit Drittländern und für Kultur zuständigen internationalen Organisationen

Mit welchem Förderprogramm die EU Ihr Vorhaben - ein Kooperationsprojekt, einen Auslandsaufenthalt, eine Bildungsmaßnahme, eine Veranstaltung - unterstützen kann, erfahren Sie unter:
Die Europäische Union fördert Kultur - aber wie?

 

KULTUR 2007-2013

Mobilität von Kulturschaffenden, Künstler*innen und Kulturmanager*innen sowie die Zirkulation von Werken, Objekten und Produktionen sind, neben der Förderung des interkulturellen Dialogs, die Ziele des KULTUR-Programms (2007-2013). Das Programm fördert - wie der Vorgänger - die transnationale Zusammenarbeit zwischen Kulturschaffenden, Kulturakteur*innen und Kulturinstitutionen der Mitgliedstaaten. Es ist als spartenübergreifendes Programm konzipiert, das zur Schaffung eines gemeinsamen Kulturraums der europäischen Völker beitragen will, der sowohl durch ein gemeinsames Erbe als auch durch sprachliche, kulturelle und künstlerische Vielfalt gekennzeichnet ist.

Der CCP stellt die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung und berät bei der Antragstellung.


Tourismus

Touristische Aktivitäten spielen auf europäischer Ebene genauso wie auf nationaler und lokaler Ebene in vielen Politikfeldern eine Rolle. Tourismus hat Auswirkungen auf die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung von Städten und Regionen. Förderungen in den unterschiedlichsten Bereichen können der Touristikbranche zugute kommen. Insofern gibt es nicht ein spezielles Förderprogramm für Tourismus, viele Programme der Gemeinschaft schließen aber Maßnahmen ein, die touristischen Zwecken dienen. Mehr...


Kulturförderung durch die Strukturfonds

Obwohl die Strukturfondsprogramme für die Finanzierung von Kulturprojekten mit EU-Mitteln eine herausragende Rolle spielen, bleibt der Anteil der Kulturprojekte innerhalb der Strukturfonds ein Randbereich. Kultur spielte dennoch in den vergangenen Jahren eine zunehmend bedeutendere Rolle innerhalb der EU-Regionalförderprogramme. Mehr...


Jugendförderung

"Neuer Schwung für die Jugend Europas" ist der Titel des Weißbuchs, das die Europäische Kommission im November 2001 veröffentlichte. Insbesondere vier Schwerpunktthemen will sich die EU zukünftig stärker widmen: der Partizipation der Jugendlichen am gesellschaftlichen Leben, der Information der Jugendlichen über Europa, dem freiwilligen Engagement von Jugendlichen und einem besseren Verständnis ihrer Interessen, Erwartungen und Lebensumstände.

Wesentliches Ziel der jugendpolitischen Zusammenarbeit in Europa ist die Förderung eines aktiven Staatsbürgerverhaltens junger Menschen. Mit ihrer Entschließung vom 27.06.2002 (pdf) räumen die für Jugend zuständigen Minister der Mitgliedstaaten der Partizipation und Information vorrangige Priorität ein. Außerdem sollen die Jugendbelange zukünftig stärker in die Förderaktivitäten im Rahmen anderer Politikbereiche einbezogen werden, insbesondere im Zusammenhang mit Themen wie Bildung, lebensbegleitendes Lernen (u.a. Sprachen), Mobilität, Beschäftigung und soziale Integration, Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sowie Autonomie.

Die Beteiligung Jugendlicher an demokratischen Prozessen und die Motivation zu bürgerschaftlichem Engagement müssen, laut Weißbuch, in erster Linie auf lokaler Ebene ausgebaut werden. Vorgeschlagen werden u.a. Maßnahmen, mit denen - unter Beachtung des Subsidiaritätsprinzips - die Aktivitäten von Jugendlichen selbst gestützt werden, aber auch die von Eltern, Schulen, Jugendverbänden - aller Organisationen, die mit Jugendlichen bzw. für sie arbeiten. Mehr...

Weitere Information unter unter www.jugendfuereuropa.de

Bildung

Mit dem Vertrag von Maastricht verpflichtet sich die Gemeinschaft erstmals, einen Beitrag zu einer qualifizierten allgemeinen Bildung und einer professionellen Berufsbildung in Europa zu leisten (Art. 149 und 150), um die Menschen in Europa, die Entwicklung ihrer Qualifikationen, ihrer Kreativität und Anpassungsfähigkeit zu fördern. Ziele der Gemeinschaftstätigkeit sind u.a.:

  • Entwicklung der europäischen Dimension im Bildungswesen, insbesondere durch Erlernen und Verbreitung der Sprachen der Mitgliedstaaten
  • Förderung der Mobilität von Lernenden und Lehrenden, u.a. durch die Förderung der internationalen Anerkennung von Qualifikationen (siehe Europass-Mobilität)
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Bildungseinrichtungen
  • Ausbau des Informations- und Erfahrungsaustauschs über die nationalen Bildungssysteme
  • Erleichterung der Anpassung an die industriellen und technologischen Wandlungsprozesse

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