Deutscher Gemeinsamkeitspreis 2026
Einsamkeit ist eine vielschichtige gesellschaftliche Herausforderung: Sie beeinträchtigt die physische und psychische Gesundheit und gefährdet den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Der Deutsche Gemeinsamkeitspreis rückt dieses wichtige Thema ins Rampenlicht – und würdigt vor allem diejenigen, die bereits heute aktiv handeln: Projekte, Organisationen und Initiativen, die gegen Einsamkeit kämpfen und für gelebtes Miteinander einstehen.
Mit dem Preis setzt das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gemeinsam mit dem Kompetenznetz Einsamkeit (KNE) und im Rahmen der Allianz gegen Einsamkeit ein klares Zeichen: Wir können der Herausforderung Einsamkeit gemeinsam begegnen. Der Wettbewerb lenkt den Blick auf inspirierende Ideen, die es bereits gibt und soll Andere anregen, ebenfalls für soziale Verbundenheit aktiv zu werden.
Der Preis wird erstmals im Jahr 2026 vergeben und in den Folgejahren bis zunächst 2029 jährlich ausgelobt.
Kategorien
Der Deutsche Gemeinsamkeitspreis wird 2026 in vier Kategorien vergeben. In jeder Kategorie werden drei Preisträgerinnen und Preisträger-Projekte (1. bis 3. Platz) ausgezeichnet. Die Kategorien verbinden unterschiedliche Akteursgruppen und Themenschwerpunkte, um möglichst vielen Initiativen und Aktivitäten eine Bewerbung zu ermöglichen.
Die vier Kategorien sind:
- Kategorie 1: Kommunen und öffentliche Einrichtungen
In dieser Kategorie werden Landkreise, Städte sowie öffentliche Einrichtungen (z .B. Schulen und Studierendenwerke) ausgezeichnet, die durch ihre Maßnahmen und Projekte einen wirksamen Beitrag zur Verringerung von Einsamkeit leisten. - Kategorie 2: Zivilgesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement
Diese Kategorie würdigt zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure, die sich ehrenamtlich oder gemeinwohlorientiert im Kampf gegen Einsamkeit engagieren. Ausgezeichnet werden können unter anderem Kirchengemeinden, Nachbarschaftsinitiativen und -projekte, Vereine sowie Wohlfahrtsverbände. - Kategorie 3: Wirtschaft und Arbeitswelt
In dieser Kategorie werden betriebliche, verbandliche oder gewerkschaftliche Initiativen ausgezeichnet, die mit innovativen Ansätzen dazu beitragen, Einsamkeit im Arbeitsumfeld zu verringern und das soziale Miteinander ihrer Beschäftigten zu stärken. - Kategorie 4: Angebote für schwer erreichbare Zielgruppen
In dieser Kategorie werden Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die Menschen erreichen, die aufgrund besonderer sozialer, gesundheitlicher, ökonomischer oder räumlicher Zugangsbarrieren ein erhöhtes Risiko für Einsamkeit aufweisen. Hierzu können beispielsweise Alleinerziehende, armutsbetroffene Personen erwerbslose Personen, Menschen mit Behinderungen, pflegende Angehörige sowie queere Menschen zählen. Gewürdigt werden Ansätze, die diese Barrieren gezielt abbauen, etwa durch besonders niedrigschwellige oder aufsuchende Formate, durch persönliche Ansprache, durch die Nutzung vertrauter Orte oder durch eine enge Orientierung an den Lebenslagen der adressierten Menschen. Die Kategorie umfasst sowohl zielgruppenspezifische Angebote als auch offene oder quartiersbezogene Initiativen.
