„Profil: Soziokultur“ – Kulturelle Mitgestaltung verankern

Neues Förderprogramm des Fonds Soziokultur ab 01.08.2021

Mit „Profil: Soziokultur“ legt der Fonds Soziokultur eine neue Förderung im Rahmen des Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) von bis zu 20 Millionen Euro auf. Es erfolgt eine einmalige Ausschreibung vom 01.08.2021 bis 30.09.2021 für Vorhaben, die in 2022 umgesetzt werden. Die Pandemie hat bei allen Kulturakteur*innen viele Fragen zu Angebot, Programm, Personal, Kooperationspartner*innen, Plattformen, Zielgruppen und der Finanzierung aufgeworfen. Hierauf reagiert „Profil: Soziokultur“.

Gefördert werden Entwicklungsprozesse und die Organisationsentwicklung von freien, gemeinnützigen Trägern und Einrichtungen des soziokulturellen und kulturellen Feldes. Die Prozessvorhaben sollen dazu dienen, dass Kulturelle Teilhabe und Mitgestaltung auch in unsicheren Zeiten auf der Basis eines klaren Profils und einer Finanzierungs- und Vernetzungsstrategie strukturell stabilisiert werden. Dies geschieht nach lokal unterschiedlichen Fragestellungen und diversen gesellschaftlich-kulturellen Bedingungen sowie bestenfalls unter Einbindung freier Kulturschaffender als Expert*innen der soziokulturellen Praxis und Strukturen.

Ziel ist es, freie Träger der Soziokultur, Kulturellen Bildung und Medienkulturarbeit auf der Basis der Pandemie-Erfahrungen bei Entwicklungsprozessen zu unterstützen, die ihrer mittelfristigen Stabilisierung und strukturellen Verankerung vor Ort dienen. Es können einzelne oder Verbundvorhaben mit bis zu drei Kooperationspartnern beantragt werden.

Was wird gefördert?

Beantragte Vorhaben sind Aktivitäten zur eigenen Entwicklung, die auf der Basis von Fragestellungen der antragstellenden Träger dazu beitragen, dass

  • das eigene Profil und Potenzial für gesellschaftlich relevante, partizipative Kulturarbeit geschärft wird

  • gesellschaftlich drängende Fragen und Aufgaben aufgegriffen und die Bedeutung/Bedarfe für Organisation, Angebote, Personal und Zielgruppen geklärt werden

  • Ressourcen und mögliche Synergien mit anderen Einrichtungen/Partnern untersucht werden: Räume, Orte, Material, Ideen, Konzepte, Ausstattung, Finanzen, Personal, Administration etc.

  • Sichtbarkeit erhöht wird und Kommunikation und Austausch mit lokalen oder regionalen Stakeholdern, der Verwaltung und Kooperationspartnern funktioniert

  • Finanzierungs- und Beschäftigungsmodelle ggf. im Verbund mit Kooperationspartnern und/oder der Verwaltung entwickelt werden

 

Wer ist antragsberechtigt?
  • freie gemeinnützige juristische Träger mit mindestens zweijähriger Existenz (seit 2020 oder früher) und aus den Feldern der Kulturarbeit, der Soziokultur, der Kulturellen Bildung sowie der Medienkulturarbeit aus Deutschland

  • Kooperationsverbünde aus bis zu drei Trägern/Partnern, bei denen der Hauptantragstellende gemeinnütziger juristischer Träger (mind. 2 Jahre Existenz, s.o.) ist, die Partner*innen können jüngere Träger oder freie Initiativen sein

 

Antragszeitraum: 01.08.2021 bis 30.09.2021 über das Antragsportal
 
Durchführungszeitraum: Die Durchführung der Vorhaben/Prozesse erfolgt von Februar bis Dezember 2022.
 
Förderhöhe
  • bis zu 30.000 Euro/maximal 80% der Gesamtsumme

  • bei Verbundvorhaben von zwei Partnern bis zu 40.000 Euro/max. 80% der Gesamtsumme

  • bei Verbundvorhaben von drei Partnern bis zu 50.000 Euro/max. 80% der Gesamtsumme
 
Begleitprogramm - Re:Vision X

Diversität, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Globalität, Digitalität und Nachhaltigkeit sind gesellschaftliche Querschnittsthemen. In einem zusätzlichen Begleitprogramm lädt der Fonds Soziokultur die geförderten Träger/Einrichtungen zu verschiedenen Formaten, die Bezug zu diesen Metathemen nehmen, um sich während ihres Prozesses untereinander und mit internationalen Expert*innen zu vernetzen, auszutauschen und beraten zu lassen. Weitere Informationen werden wir in Kürze bekanntgegeben.

Die Pressemitteilung zum Förderprogramm finden Sie hier als pdf.
Haben Sie noch weitere Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne!

Quelle: Fonds Soziokultur

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