Bundesrat fordert Nachbesserungen für gemeinnützige Einrichtungen

Im Regierungsentwurf des Jahrsteuergesetzes (Bundesfinanzministerium vom 2.09.2020) sind die lange geforderten Verbesserungen für gemeinnützige Einrichtungen erneut unberücksichtigt geblieben. Der Bundesrat hat nun eine Reihe von Nachbesserungen vorgeschlagen.

Dazu gehören insbesondere:

  • die Anhebung des Ehrenamtsfreibetrags auf 840 Euro und des Übungsleiterfreibetrags auf 3.000 Euro,
  • die Erhöhung des Körperschaft- und Gewerbesteuerfreibetrags für Vereine von 5.000 auf 7.500 Euro,
  • die Erhöhung der Umsatzfreigrenze für steuerpflichtige wirtschaftliche Geschäftsbetriebe auf 45.000 Euro,
  • die Befreiung von der Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung für gemeinnützige Körperschaften mit Einnahmen von nicht mehr als 45.000 Euro pro Jahr,
  • die Steuerbegünstigung für Kooperationen gemeinnütziger Einrichtungen und für Holdings, die ausschließlich Anteile an gemeinnützigen Kapitalgesellschaften halten

Ob diese Änderungsvorschläge in das Gesetz eingehen, ist offen. Schon im Vorjahr hatte die Bundesregierung entsprechende Empfehlungen des Bundesrats mit Hinweis auf geplante umfängliche Änderungen des Gemeinnützigkeitsrechts abgelehnt.

Stellungnahme des Bundesrates zum Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2020, Drucksache 503/20 (Beschluss) vom 9.10.20

 

Quelle: via www.vereinsknowhow.de

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