Das große Runde

Lebenswanderinnen: Geschichten, Videos, Objekte

Vor wenigen Tage fand das Finale des soziokulturellen Projektes von Spokusa e.V. statt: Im Ladengeschäft der Lebenswanderinnen in der Galerie Luise präsentierten die Akteurinnen Einblicke in die digitale Zusammenarbeit von elf Frauen und vier Künstlerinnen. Entstanden sind Zugänge zu sehr persönlichen Krisenbewältigungsstrategien. Was hilft? Was gibt Kraft?

Das große Runde ist eine theatrale Forschungsreise in die Vergangenheit. Es ging darum, künstlerische Ausdrucksweisen zu erproben und Eigenwahrnehmung zu schärfen, für Situationen, in denen Resilienz und Selbstwirksamkeit erforderlich war. Gemeinsam wollten wir aufspüren, wie politische und strukturelle Widrigkeiten unserer jeweiligen Biografien zur Ausbildung persönlicher Überlebensstrategien geführt haben.

Im Frühjahr 2020 wurden wir durch Corona voll ausgebremst. Unser aller Lebenssituation veränderte sich drastisch. Aber Corona verlieh der gewählten Thematik auch eine ganz neue Dringlichkeit. Als das Team rund um Spokusa im Oktober 2020 zum zweiten Start ansetzten, dachten sie an eine Rückkehr zu analogen, altvertrauten Medien könne das Projekt durch die Krise tragen: Briefe, persönliche Besuche mit intensiven Interviews und Fotostrecken; es wurden Selbstporträts in Einzelsitzungen im Atelier gemacht und dann untereinander verschickt.

Seit 2021 sind nun alle beteiligten Frauen fit im Umgang mit digitalen Medien. Zoom eröffnete den Zauber von Treffen erneut - aus der Einsamkeit des Zuhauses in die Gruppe. Fotos und Texte hochladen und verschicken wurde den Teilnehmer*innen selbstverständlich, sie drehten Videoclips, präsentierten Szenen und wurden zunehmend souveräner im Umgang mit der widerborstigen Technik der schillernden Kachelwelt.

Spokusas Projekte in Trans-/Interkultur

Die Arbeit des Bereichs Inter-/Transkultur von SPOKUSA e.V. ist einer der Fixsterne am Firmament vieler Frauen in der Nordstadt, die regelmäßig an den Gruppen und Aktivitäten teilnehmen und die ihre Nachbarinnen aus dem Stadtgebiet mitbringen. Wenn Spokusa Projekte erarbeitet, dann versuchen sie immer die sowieso schon große Bandbreite kultureller Erfahrungshorizonte, Religionen und Lebensentwürfe noch zu erweitern, indem sie eine Art interstellares Feuerwerk entfachen.
Worauf sich das Team von Spokusa einlässt, wenn sie ein Projekt starten, steht gewissermaßen immer in den Sternen. Es gibt einen Rahmen: eine Zeitleiste und einen Arbeitstitel, der ein Thema umreißt. Konfliktbereite, warmherzige und kluge Lebenswanderinnen, sind es, die mit Lust am Spiel und der Kunst auf neue Erfahrungen zugehen. Die Reihe der Kunstgeragogikprojekte lebt vom Zusammenspiel der engagierten Künstlerinnen und Teilnehmerinnen besten Alters.

Hier sind die Videos der beteiligten Frauen anzusehen.

https://www.youtube.com/watch?v=grb_AxvgNL0

 

Quelle: Spokusa e.V.

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