Gameplay@stage

Gameplay stellt dem Theater neue Dramaturgien, Technologien und Regelsysteme zur Verfügung. Diese verändern nicht nur die Organisation und Ästhetik der Aufführung.

In den letzten Jahren sind analoge und digitale Spiele wesentliche Impulsgeber für das Theater geworden.

Vor allem verändern sie die Rolle des Publikums. Die »Zuschauenden« sind Mitwirkende. Gameplay im Theater eröffnet ihnen Erfahrungs- und Handlungsräume, die sich grundsätzlich von anderen Theaterformen unterscheiden. Gameplay verändert die Rezeption von Themen, reflektiert das Verhalten der Spielenden im jeweiligen Kontext und erzeugt Formen der Selbstermächtigung. Gameplay kreiert Räume kreativer Komplizenschaft für alle an der Aufführung Beteiligten gleichermaßen: für das künstlerische Team hinter, wie für die Gäste in der Aufführung. Performances, die sich an (Computer-) Spielen orientieren, erzeugen zudem andere Anforderungen und Methoden für den Produktionsprozess. Das klassische Proben verlagert sich in die Bereiche des Konzipierens, der technischen Realisation, des Bastelns, Tinkerns und Testens. Wie organisiert man dieses Arbeiten? Wie kann ich mich mit meiner Profession, als Performer*in, Dramaturg*in, Vermittler*in, Techniker*in usw. in ein Team einbringen, um im Theater ein funktionierendes Spielsystem zu entwickeln?

Prozesse der Selbstermächtigung im Kontext von Spiel und Theater stehen im Zentrum von »Gameplay@stage«. Sie sind Gegenstand aus künstlerischer, pädagogischer und politischer Perspektive. Die Qualifizierungsreihe gibt dazu einen Überblick über aktuelle künstlerische Arbeiten und technische Entwicklungen. Sie stellt vor, welcher Kompetenzen und Fachsprachen es im Produktionsprozess bedarf. Sie geht den Fragen nach, welche neuen Formen kultureller Teilhabe aus interaktiven Settings erwachsen und welche Potentiale sich der Kulturvermittlung erschließen.

Qualifizierungsreihe • Februar — November 2019

Gameplay@stage

Gegenstand der Qualifizierung werden u.a. folgende Themen sein:

  • Angewandte Spieltheorie,
  • Dramaturgie und Gamedesign,
  • Technik und Probenmethoden,
  • Ermöglichung und Förderung kollektiver Kreativität als Vermittlungsaufgabe.

Die Teilnehmenden an »Gameplay@stage« entwickeln eine Haltung diesem sich ständig verändernden und neu erfindenden Feld gegenüber, die sie befähigt, ihre Arbeitsprozesse, Arbeitsmethoden und kulturellen Zugriffe darauf abzustimmen. Die Qualifizierungsreihe vermittelt in Praxis und Theorie, wie Gameplay für die eigene (Theater-) Arbeit genutzt werden kann.

Arbeitsweise

Die Qualifizierung ist an künstlerischen Prozessen orientiert. Die fünf Module in Wolfenbüttel umfassen insgesamt 125 Stunden. (Sie beginnen am ersten Tag um 16 Uhr und enden am letzten Tag um 12.30 Uhr.)

Die Arbeit in den einzelnen Workshops bezieht das Wissen und die Erfahrungen der Teilnehmenden mit ein. Die Qualifizierung ist für eine Gruppe von maximal 16 Personen konzipiert. Ziel ist auch die Entstehung eines Netzwerkes der Teilnehmer*innen, das über die Dauer der Qualifizierung hinaus Bestand hat.

Die Qualifizierung wendet sich an Kolleginnen und Kollegen, die künstlerisch, pädagogisch oder wissenschaftlich in den folgenden Bereichen tätig sind: Darstellende und verwandte Künste // Spieleentwicklung und Gamedesign // Kulturelle und politische Bildung // angrenzende Berufsfelder.

Zertifikat

Voraussetzung zur Erlangung des Zertifikats ist die Absolvierung der fünf Module (inkl. Aufgaben zur Vor- und Nachbereitung). Wenn Sie nur an einzelnen Modulen teilnehmen möchten, erhalten Sie eine entsprechende Modulen teilnehmen möchten, erhalten Sie eine entsprechende Teilnahmebescheinigung. Vorrang bei der Vergabe der Plätze haben Kolleg*innen, die Gameplay@stage als Qualifizierungsreihe besuchen möchten.

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