Laokoon – Wider das hellseherische Zeitalter!

Zehn Tage bevor die WHO offiziell das Aufkommen eines neuartigen Coronavirus vermeldete, hatte ein Start-up bereits eine Reisewarnung für Wuhan veröffentlicht, da dort vermehrt "ungewöhnliche Lungenentzündungsfälle" auftreten würden. Big Data ließen das Unternehmen die Gefahr früher voraussehen:

Kurz nach Mitternacht, am 30. Dezember 2019, veröffentlichte das kanadische Start-Up BlueDot eine Reisewarnung:

Ein vermehrtes Aufkommen von „ungewöhnlichen Lungenentzündungsfällen“, die um einen Markt in Wuhan, China, auftraten, war der Grund. Erst zehn Tage später veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation ihre offizielle Erklärung. Wie war es einem Start-Up möglich geworden, so viel früher die Gefahr vorherzusehen? Die Antwort lautet Big Data: Selbstlernende Algorithmen können Daten von unzähligen Quellen analysieren, darunter Erklärungen offizieller Organisationen des Gesundheitswesens, aber auch digitale Medien, globale Flugdaten, Berichte über die Gesundheit von Viehbeständen oder demografische Bevölkerungsdaten. Aus den Mustern, die die Algorithmen ermitteln, lassen sich Vorhersagen erstellen. Technologiekonzerne wollen mithilfe von Predictive Analytics die Zukunft erobern. Könnten wir also künftige Krisen vermeiden, wenn wir unser Schicksal in die Hände Künstlicher Intelligenzen legen, statt fehleranfälligen oder ungenauen menschlichen Einschätzungen zu vertrauen?

Hier geht es zum ganzen Artikel des Magazins der Kulturstiftung des Bundes.

 

Quelle: Kulturstiftung des Bundes.

Zurück

nach oben

Wir verwenden Cookies, um die Zugriffe auf unserer Website zu analysieren. Mehr erfahren