Nachhaltigkeit und Soziokultur

Ein interdisziplinäres Team der Universität Hildesheim erforschte und erprobte gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus der Praxis zwei Jahre lang innovative Ansätze einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Soziokultur. Mit einem digitalen Symposium am 10. September endet das Forschungsprojekt "Nachhaltigkeitskultur entwickeln: Praxis und Perspektiven soziokultureller Zentren" (kurz: JetztinZukunft), das von Dr. Christian Müller-Espey am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim in Kooperation mit dem Bundesverband Soziokultur e.V., initiiert wurde. Der Rat für nachhaltige Entwicklung fördert das Projekt.

"Soziokulturelle Zentren waren schon immer nah dran an gesellschaftlichen Transformationsprozessen. Bei dem Projekt ging es daher nicht nur um Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks bei Kulturveranstaltungen, sondern auch um Potenziale von Kulturarbeit, um eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft zu gestalten. Die Hildesheimer Untersuchung zeigt, was im lokalen Kleinen für das große Ganze möglich ist," so Wolfgang Schneider, Vorsitzender des Fachbeirats. Mit der Entwicklung eines branchenspezifischen Nachhaltigkeitskodexes möchte das Projekt Akteuren aus der Soziokultur jetzt den Einstieg in Themen nachhaltiger Entwicklung erleichtern, um hier in Zukunft noch aktiver zu sein.

"Auch nach Abschluss des Forschungsprojektes bietet der Kodex daher die Chance weitere Prozesse im Sinne nachhaltiger Entwicklung in der Kulturszene anzuregen und einen kulturellen Wandel voranzubringen," sagt Davide Brocchi, einer der beiden Projektleitenden. "Eine Herausforderung ist dabei allerdings der finanzielle Handlungsspielraum soziokultureller Einrichtungen, der infolge der Corona-Pandemie noch enger wird," ergänzt Projektleiterin Kristina Gruber. Der im Rahmen des Projektes entwickelte Nachhaltigkeitskodex ist am Deutschen Nachhaltigkeitskodex orientiert, berücksichtigt aber spezifische Voraussetzungen soziokultureller Zentren.

Auf dem digitalen Symposium am 10. September werden die Projektergebnisse präsentiert. Eine Teilnahme ist mit vorheriger Online-Anmeldung möglich. Das Programm wird in Kürze auf der Projekt-Website bekannt gegeben. Zum Projektende fließen die Erkenntnisse in einem Ergebnisbericht mit praxisnahen Ideen für eine zukunftsfähige Soziokultur zusammen.

Hier geht es zur Projekt-Website und zur Anmeldung für das Symposium am 10. September.

 

Quelle: Newsletter des LAG Thüringen

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