Von Abstandsdamen und anderen Corona-Folgen

Mit der Nähgruppe der Brelinger Mitte haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wie man auf humorvolle und natürliche Weise über die Distanz zwischen Menschen ins Gespräch kommt. Wir wollten Verbots- und Gebotsschilder zu Hygienekonzepten vermeiden und den Abstand zwischen uns Menschen lebbar machen. Das Konzept ist aufgegangen wir haben mit allen Gästen, die zum Konzert kamen, über den Sinn und Unsinn von Hygieneregeln gesprochen, alle Beteiligten hatten Spaß an den Gesprächen und fanden es wunderbar, nicht mit Strichen sondern mit Röcken voneinander getrennt zu sein. Ursprünglich hatten wir vor, dass alle Gäste die Röcke tragen, das haben wir aber zeitlich nicht geschafft und beim Sitzen ohne Abstand mit dem Partner ist so ein Rock sehr hinterlich. So blieb es bei den Abstandsdamen im Eingang und zur Platzeinweisung.

In den nächsten zwei Wochen wird eine Ausstellung zum Thema Riesen stattfinden.

"Vom Riesen" Ein Werkstattbericht an drei Standorten in Brelingen.

  1. Im Glashaus gibt es unter der Hörhaube (Trockenhaube vom Friseur umgearbeitet mit Lautsprechern innen drin, statt heiße Luft kommt jetzt Sound) von den Leseratten und Wortakrobaten erdachte und von Peter vorgelesene Poesie und Lyrik.
  2. Kulturpassage in der Brelinger Mitte, Ausstellung von 5 Künstler*innen. Sie verwendeten die von den Grundschulkindern gefertigten bunten Papiere und haben zum Teil auch die Geschichten der Literaten als Inspiration für ihre Bilder gewählt.

Am 3. Standort im Kultur unterm Schauer sind Bilder und Collagen zu der Historie des Brelinger Riesen zu sehen. Es gibt ein Riesenmemory, das mit Grillzangen zu spielen ist, wiederum gefertigt aus den Bildern der Grundschulkinder. Hier sollte auch der neue Kopf des Riesen stehen, der ist aber leider noch nicht fertig.

Am 30. 8. findet dann die empty bowls Aktion statt. 53 Ehrenamtliche haben 190 Schalen getöpfert, die gefüllt mit Suppe verkauft werden. Der Erlös der Spende geht nach ODi Süd Afrika.

Am 5. 9. haben wir dann Anti von Klewitz mit ihrer Band Bal Cannibals unterm Schauer (das ist ein Überstand des Daches bei einer großen Scheune).

Die Regeln für das Hygienekonzept haben wir sauber ausgearbeitet, die Sitzplätze markiert und Abstände eingehalten, der Thekenraum ist mit einer Glasscheibe von den Zuschauern getrennt und die Gäste müssen sich per email anmelden- wir erstellen dann eine Gästeliste mit vorher eingetragenen Plätzen, umständlich, aber geht.

So hoffen wir von Woche zu Woche immer wieder neue Aktionen zu starten, die unter dem Schauer auch bei nicht so optimalen Bedingungen stattfinden können. Zusätzlich wird der Schauer auch von der Stuhlgymnastik, dem Männergesangverein, dem Fotostammtisch, dem Gemeindekino genutzt. Wir sind so froh diesen Raum mitten im Ort gefunden zu haben, denn dort brauchen wir nicht die Gruppen zu trennen und zu verkleinern. In unseren normalen Räumen könnten wir, wenn wir die Abstandsregeln einhalten wollten max. 6 Personen in einem Raum unterbringen. Unsere Gruppen haben aber eine Stärke von 30 Personen.

Also ohne diesen neuen Standort könnten wir einfach unsere Arbeit einstellen. Die Anfangsphase mit unserem Gewächshaus war super - aber auf Dauer wollen sich die Menschen auch wiedersehen und real treffen.

ACHTUNG: Aufgrund des Förderprogramms NEUSTART KULTUR wird es zum Stichtag 02. November 2020 keine Ausschreibung im Rahmen der Allgemeinen Projektförderung geben.

 

Quelle: Kulturverein Brelinger Mitte.

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