Wie können wir Kulturarbeit stärken, wenn demokratische Räume unter Druck geraten? Wie können wir voneinander lernen, uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam handlungsfähig bleiben?
25. August 2026 von 12.30 - 17.30 Uhr im Kulturzentrum Pavillon in Hannover.
(Sozio-)kulturelle Einrichtungen sind vielerorts weit mehr als Kulturorte. Sie sind Treffpunkte, Netzwerke, Diskussionsräume und oft die einzigen Orte, an denen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Lebensstilen zusammenkommen. Gleichzeitig geraten genau diese Räume zunehmend in den Fokus politisch motivierter Angriffe und kulturpolitischer Auseinandersetzungen.
Deshalb möchten wir den Blick in die neuen Bundesländer richten. Viele Initiativen und Kulturorte dort verfügen über langjährige Erfahrungen im Umgang mit gesellschaftlichen Spannungen, demokratiefeindlichen Entwicklungen und dem Aufbau belastbarer Netzwerke vor Ort. Gemeinsam mit Praxisakteur*innen aus Ostdeutschland wollen wir Erfahrungen teilen, erfolgreiche Ansätze kennenlernen und konkrete Strategien für unsere Arbeit entwickeln.
Nach einem Gespräch aus Bildung und Praxis mit Aniko Glogowski-Merten, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Niedersachsen und Kirstin Zinke, Geschäftsführerin des Landesverbands Soziokultur Sachsen steht vor allem der Austausch im Mittelpunkt: In thematischen Arbeitsgruppen diskutieren wir kommunale Strategien, Bürgerbeteiligung, Netzwerkarbeit, Resilienz und neue Formen der Zusammenarbeit. Dabei geht es nicht nur um Herausforderungen, sondern vor allem um Lösungen, Mutmacher und gemeinsame Perspektiven.
„Zusammenkommen Deluxe“ ist eine Einladung zum Vernetzen, Lernen und Weiterdenken. Denn starke demokratische Kulturarbeit entsteht dort, wo Menschen sich begegnen, Wissen teilen und gemeinsam handeln. Wir laden Kulturvereine, Initiativen, Bildungsträger*innen, soziale Einrichtungen, Sportvereine, kommunale Akteur*innen und alle Interessierten ein, die sich für eine offene, demokratische und solidarische Gesellschaft engagieren.
Das Programm
12.30 Ankommen Get together mit einer Stärkung
13.30 Gespräch mit Aniko Glogowski-Merten, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Niedersachsen und Kirstin Zinke, Geschäftsführerin des Landesverbands Soziokultur Sachsen
14.00 Praxis-Spotlights
- Wie es gelingt ein breites Bündnis zu schaffen und wo Hürden liegen könnten.
NN, Netzwerk Zusammenbewegen, Rostock, https://zusammenbewegen.org/
- Zwischen Kürzungslogik und Kleiner Anfrage – auf der Suche nach Wegen trotzdem Kultur zu machen
Julia Lehnhof, Peter-Weiss-Haus, Rostock, https://peterweisshaus.de/
- Wer wollen wir sein als Soziokultur oder wie erreicht man die Unerreichbaren?
Laura Armborst, Kultur und Initiativenhaus Straze, Greifswald, https://straze.de/
- Weltoffener Ort inmitten der sächsischen Provinz – Chance für alle oder Risiko für einzelne?
Severin Zähringer, Neuberinhaus, Reichenbach, www.neuberinhaus.de/
- Der Happy Monday und die Aktivierung der Zivilgesellschaft in vermeintlich finsteren Zeiten.
Lisa Wendler, Sophie Mörbe, Steinhaus, Bautzen, www.steinhaus-bautzen.de
- Von der Zusammenarbeit mit Wissenschaft und anderen Bündnissen.
Mario Zenner, Ariane Spiekermann; Alter Gasometer, Zwickau, www.alter-gasometer.de/
- Kontinuität über Struktur - Netzwerken im ländlichen Raum ohne festen Ort.
Kerstin Mager-Baran, Lydia Weber-Scholz; Soziokultur Freital, www.lifeart-freital.de/
14.40 Arbeit in Kleingruppen
15.40 Pause
16.10 Arbeitsphase mit Ergebnissicherung mit Kritiker*innen
16.40 Plenum mit Abschluss
17.30 Ende der Veranstaltung
Teilnahmebeitrag 20 Euro. Wir freuen uns über einen erhöhten Soli-Beitrag.
Anmeldung: https://forms.gle/eXYrLq2XFYWYqB8c7
Ort: Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover
Organisation: Landesverband Soziokultur Niedersachen
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung und Spielfeld Gesellschaft, Lotto Sport Stiftung
Hier ein pdf zur Veranstaltung
