ZUKUNFT VORAUS! - Eine Theaterwerkstatt für Kinder von boat people projekt, Göttingen

ZUKUNFT VORAUS! hieß es neun Monate lang für den Kinder-Spielclub von boat people projekt. Der Theaterclub, das sind insgesamt sechzehn sehr unterschiedliche Kindern im Alter von 7 bis 12 Jahren aus sehr verschiedenen Hintergünden: Ahmed, Ahmad, Ain, Aleska, Alexandra, Alina, Andelina, Luna, Mikrijan, Mursal, Nola, Shkurte, Sophia, Thalia, Theresa und Vali und die Spielleiter:innen Barış  Özbük und Birte Müchler. Gemeinsam haben wir im Zeitraum von November 2019 bis Juli 2020 in einer kunterbunten wöchentlichen Theaterwerkstatt rund um die Themen Zukunft und zukünftige Welten gesprochen, diskutiert, gemalt, gebastelt, ausprobiert, improvisiert und gespielt.

Das erste Mal traf sich unsere Gruppe im Herbst 2019 zum Kennenlernen, schnell sammelten wir Ideen zu einem Thema, das uns alle interessierte und uns alle etwas angeht: Wann beginnt die Zukunft? Wie sieht meine Zukunft aus? Wie sieht die Zukunft der Menschheit aus und was würden wir uns für sie wünschen? In unseren Köpfen und später auf der Bühne und unseren Leinwänden entstanden Bilder von Aliens, die die Welt bevölkern, von Menschen mit Superpower, von großen schönen Villen und hässlichen Ruinen aus Müllbergen, von komischen Ritualen und Gewohnheiten, welche die Menschen in 1000 Jahren vielleicht durchführen, von merkwürdigen Speisen, die sie dann vielleicht essen müssen.

Bald fragten sich die Teilnehmer:innen auch: Was wäre, wenn wir Kinder den Einfluss und das Wissen hätten, die Zukunft selbst zu verändern und zu gestalten? Besonders faszinierend war die Idee, die Zukunft direkt HIER und HEUTE erforschen zu können. Also gründeten sie eine fiktive Forschscher:innengruppe, erfanden Rollen wie Frau Doktor Tyron, Professor Schulze oder Frau Weiß Nix und dachten sich Szenen aus: Bei einer jährlichen Konferenz entscheiden sie gemeinsam eine Zeitmaschine zu bauen und in die Zukunft zu reisen – ein besonders wichtiges Vorhaben, da vor einiger Zeit die Kollegin Doktorin Chase bereits das Experiment wagte und in das Jahr 3020 reiste und dort nun aus technischen Gründe Jahr feststeckt. Sie machten sich also auf den Weg in die Zukunft für eine Forschungs- und eine Rettungsmission. Die Konferenz und die Reise wurden für die Bühne improvisiert, die Zeitmaschine konstruiert und erste Teile sogar gebastelt. Das kleine Bühnenstück sollte MACHINA 3020 heißen.

Doch dann drang Corona in das Jahr 2020 ein und die Zeitreise musste verschoben werden. Die meisten Forscher:innen ließen sich davon nicht abhalten und trafen sich weiter über ihre technischen Gerätschaften. Der Reiseplan schlummert in ihren Schreibtischen und wartet auf die mögliche Umsetzung!

Der Abschluss des Projektes fand digital statt, wir verkleideten uns alle für unsere finale Videokonferenz und spielten die bereits entstandene Szene in unseren digitalen Fenstern nach, außerdem wurde ein kleiner Abschlussfilm aus dem entstandenen Material gestaltet.

Text: Birte Müchler

Foto: Barış Özbük

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