600.000 Euro Aufstockung für die Soziokultur in Niedersachsen: Starkes Signal für Demokratie, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Niedersachsen stärkt die Soziokultur: zusätzlich 600.000 Euro für Projekte und Investitionen sollen im Landeshaushalt verankert werden. Der Landesverband Soziokultur begrüßt diese Entscheidung als wichtiges Signal für eine starke und unverzichtbare Soziokultur in Niedersachsen.

Soziokultur schafft Orte der Begegnung, ermöglicht Teilhabe und verbindet Menschen über gesellschaftliche Grenzen hinweg. Sie stärkt das demokratische Miteinander, fördert Inklusion, Vielfalt und Toleranz und leistet insbesondere in ländlichen Räumen einen unverzichtbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Niedersachsen. Insgesamt stehen dem Landesverband zur Förderung von Projekten, Strukturen und Investitionen 1,1 Mio. Euro Landesmittel zu Verfügung, die über einen unabhängigen Beirat vergeben werden.

„Mit der Aufnahme von 600.000 Euro in den Landeshaushalt für die Förderung soziokultureller Projekte und Investitionen ist ein wichtiger Schritt gelungen, um die Arbeit zahlreicher Einrichtungen und Initiativen im Land zu unterstützen. Die Mittel ermöglichen es, kulturelle Angebote zu sichern, neue Projekte umzusetzen und Räume für Begegnung und Engagement zu erhalten,“ freut sich Linda Meier, aus dem Leitungsteam der Geschäftsführung. „Diese Entscheidung ist ein klares Bekenntnis zur Bedeutung der Soziokultur in Niedersachsen. Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spannungen brauchen wir Orte, an denen Menschen zusammenkommen, sich austauschen und Demokratie aktiv erleben können“, ergänzt Annika Chaouali ebenfalls im Leitungsteam des Landesverbands Soziokultur.

Ein klares Bekenntnis der Landesregierung für ein demokratisches Kulturverständnis

Die Bedeutung dieser Unterstützung wird vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen besonders deutlich. Der Entschließungsantrag „Bürgerkultur statt Soziokultur“, den die AfD-Fraktion im vergangenen Herbst in den niedersächsischen Landtag eingebracht hat und der die Streichung von Landesmitteln für soziokulturelle Vorhaben sowie der institutionellen Förderung des Landesverbands fordert, zeigt, dass demokratische Kulturarbeit zunehmend unter Druck gerät.

„Die nun bereitgestellten Mittel setzen diesem Angriff ein wichtiges Zeichen entgegen: Soziokultur ist kein Randbereich, sondern ein zentraler Bestandteil einer offenen Gesellschaft. Sie stärkt die Widerstandsfähigkeit gegen Ausgrenzung, Spaltung und Extremismus und schafft Räume für demokratische Beteiligung,“ erklärt Bernt Wach, 1. Vorsitzender des Landesverbands, und ergänzt: „Die 600.000 Euro sind eine wichtige Anerkennung der geleisteten Arbeit der vielen soziokulturellen Einrichtungen und Initiativen in Niedersachsen. Gleichzeitig bleibt es unser Ziel, diese Förderung dauerhaft zu sichern und die Strukturen langfristig weiterzuentwickeln.“

Der hohen Nachfrage nach Förderung gerecht geworden

Die Nachfrage nach Fördermitteln zeigt seit Jahren den hohen Bedarf: Zahlreiche Projekte und Einrichtungen arbeiten mit großem Engagement und hoher fachlicher Qualität daran, eine vielfältige und demokratische Gesellschaft zu gestalten. Umso bitterer ist es, dass in den vergangenen Jahren viele überzeugende und qualitativ hochwertige Projekte ungefördert bleiben mussten – nicht aus Mangel an Ideen oder Qualität, sondern weil die verfügbaren Mittel nicht ausreichten. Die Verstetigung der Mittel und eine weitere Stärkung der Verbandsarbeit bleiben daher zentrale Anliegen.

Die Investition in Soziokultur ist eine Investition in Niedersachsen – in Zusammenhalt, Beteiligung und demokratische Stabilität.

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