Land stärkt kulturelle Vielfalt in Niedersachsen

Kulturpaket im Doppelhaushalt 2027/2028 soll dauerhaft bis zu 10,5 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich für Theater, Soziokultur und andere Kultureinrichtungen bringen

Vorfahrt für eine vielfältige Kultur in Niedersachsen: Mit dem Kulturpaket im Entwurf des Doppelhaushalts 2027 und 2028 stärkt die Landesregierung zahlreiche Akteure der Kultur. Ab 2027 sollen dauerhaft 9 Millionen Euro zusätzlich fließen, ab 2028 soll dieser Betrag auf 10,5 Millionen Euro steigen. Insgesamt werden 23 Projektlinien, Verbände und Institutionen gestärkt.

„Niedersachsen ist reich an vielfältigen Kulturangeboten, die im ganzen Land unterschiedliche Zielgruppen erreichen. Diesen Reichtum wollen wir mit dem Kulturpaket langfristig sichern und weiterentwickeln. Dafür verstetigen wir Förderungen, die bislang noch nicht fest im Haushalt verankert waren, investieren in bauliche Maßnahmen und gleichen Tarifkostensteigerungen aus. Insgesamt stellt das Land allein in den kommenden beiden Jahren 19,5 Millionen Euro zusätzlich für das Ehrenamt und die Kultur in der Fläche Niedersachsens bereit“, sagt Kulturminister Falko Mohrs.

Land baut Förderung für kommunale Bühnen weiter aus

Theater und Orchester in kommunaler Trägerschaft sollen ab 2027 insgesamt 2 Millionen Euro mehr Grundförderung vom Land erhalten, davon eine Millionen Euro verstetigt aus der Politischen Liste, die um weitere eine Million Euro aus dem Landesbudget erhöht wird. Im darauffolgenden Jahr soll diese dauerhafte zusätzliche Förderung erneut auf dann 3,5 Millionen Euro jährlich steigen. Insgesamt unterstützt das Land die sieben Theater und Orchester in kommunaler Trägerschaft dann mit rund 37,3 Millionen Euro. Seit Beginn der Legislaturperiode würde die Förderung damit um 29,5 Prozent steigen.

„Die kommunale Theater sind eine tragende Säule des kulturellen Lebens in Niedersachsen. Sie sichern die Vielfalt und schaffen Räume für gesellschaftlichen Dialog. Die Landesregierung will ihre Unterstützung aus Überzeugung weiter ausbauen. Die zusätzliche Förderung stabilisiert diese wichtige Infrastruktur und unterstützt die Kommunen in ihrer originären Verantwortung dabei, die erheblichen Kostensteigerungen zu bewältigen“, erklärt Minister Falko Mohrs.

Mehr Mittel für Kulturinvestitionen und Soziokultur

Die Mittel für das Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen sollen ab dem Doppelhaushalt dauerhaft verstetigt mit jährlich 2 Millionen Euro veranschlagt werden. Damit können in den Einrichtungen kleinere bauliche Maßnahmen und Instandhaltungen umgesetzt sowie Investitionen getätigt werden. Der Bereich Soziokultur soll ab 2027 dauerhaft um 600.000 Euro gestärkt werden.

Zudem sieht der Haushaltsplanentwurf eine dauerhafte Landes-Kofinanzierung von Kulturfördermaßnahmen des Bundes, der EU und von Stiftungen in Höhe von 450.000 Euro jährlich vor.

Kulturelle Vielfalt in der Fläche wird weiter gestärkt

Die kulturelle Vielfalt in der Fläche wird auch gezielt individuell gefördert. So soll das Schlossmuseum Jever dauerhaft eine institutionelle Förderung in Höhe von 250.000 Euro erhalten. Das Theaterpädagogische Zentrum Lingen soll künftig 230.000 Euro zusätzlich bekommen. Für die Stiftung „Welterbe im Harz“, die das Bergwerk Rammelsberg, die Goslarer Altstadt und die Oberharzer Wasserwirtschaft betreut, sind 100.000 Euro mehr vorgesehen. Die Barkenhoff-Stiftung und das Künstlerhaus in Worpswede sollen jährlich zusätzliche Mittel in Höhe von 91.000 Euro bzw. 100.000 Euro erhalten.

Kleinere regionale Kulturförderungen unter 10.000 Euro werden in Niedersachsen über die Landschaften und Landschaftsverbände gefördert. Sie und vergleichbare Kulturträger sowie institutionell geförderte Einrichtungen der Kultur und der Erwachsenenbildung erhalten als Kompensation für den Tarifabschluss 2026 sowie für gestiegene Sachkosten insgesamt weitere 993.000 Euro pro Jahr.

Die Förderung der plattdeutschen Sprache soll ab 2027 dauerhaft mit 320.000 Euro betragen. Für die Förderung der nichtstaatlichen Museen sind zusätzliche 300.000 Euro vorgesehen, um insbesondere Ausstellungen und Erwerbungen mit überregionaler Bedeutung stärker zu unterstützen.

Mit diesem Kulturpaket setzt das Land ein klares Zeichen für eine starke kulturelle Infrastruktur, eine verlässliche Partnerschaft mit den Kommunen und für die kulturelle Vielfalt im ganzen Land. Der Haushaltsplanentwurf steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Landtages als Haushaltsgesetzgeber.

Quelle und weitere Informationen: https://www.mwk.niedersachsen.de/252183.html

 

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